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b. Von Herrn Decan Hofmann zu Echzell.Zu 2. Durch die Gemarkungen der Orte Beyenheim, Heuchelheim, Weckesheim, Reichelsheim und Dornassenheim fließt die Hinsbach, welche bei Florstadt in die Nidda fällt. – Von den genannten Orten gehörte Reichelsheim allein zur Fulder Mark, und verblieb, nach dem 1570 zwischen Hessen und Nassau abgeschlossen Kaufvertrage, allein bei Nassau, welchem es noch jetzt angehört. Aber auch die übrigen der genannten Orte participiren noch gegenwärtig an dem Markwalde, mit Ausschluß von Dornassenheim, wiewohl auch dieses m Ende des 17. Jahrhunderts deßfallsige Ansprüche, hergeleitet aus seiner vormaligen Betheiligung am Bingenheimer Centgerichte, jedoch erfolglos erhoben hat. Zu 3. Der ganze Wiesengrund, welcher den Norden nach Süden, von der Grundschwalheimer bis an‘s Ende der Reichelsheimer Gemarkung, zwischen dem linken Herlofs Ufer und dem an dem Saume des Markswaldes hinlaufenden alten Heer-, Herr- oder Pohlwege die ehemalige Fuld’sche Mark durchzieht, heißt das Ried. Es bezeichnet von dieser Seite die Gränze der „foresta, quae ad villam Achizuvila „(Echzell) pertinet de monte Winternol usque in fluvium „Hurnufa (Horlof) et inde donec Hurnufa intra et amnem „Nita“ (vergl. Schannat cod. prob. h. F. p. 147 N. 33). – Dieser Wiesengrund, früher mit Gebüschen, Schilf und Riedgras bewachsen und erst in neuerer Zeit cultivirt, war Almende oder Gemeingut der angrenzenden Fuld‘ schen Orte, Echzell, Bisses, Gettenau, Bingenheim, Blofeld, Reichelsheim und Leidhecken, und diente hauptsächlich als Weideplatz. In späterer Zeit wurde er allmälich unter die Gemeinden abgetheilt und ist gegenwärtig größtentheils an singulos übergegangen und durchaus kein Ried mehr, obgleich die Benennung geblieben ist. – Der sogenannte Breul, Preule oder Broile ist ein kleiner zum Ried gehöriger und zwischen Echzell und Bisses gelegener Bezirk von geringer Ertragsfähigkeit, theils Schindanger, theils Wiese, theils wüst liegend und theils, an der höher gelegenen Stelle, ein zur hiesigen ersten Pfarrei gehöriger schlechter Acker von ¼ Hufe. – Der Preule ist geschichtlich merkwürdig, weil daselbst, laut der Bingenheimer Gerichtsprotocolle aus der Mitte des 17. Jahrhunderts, die Hexen ihren Tummelplatz hatten und
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