..

34

 

ihre diabolischen Festlichkeiten feierten, und weil allda, so wie auf dem Löw-Busche in der Bingenheimer Gemarkung, Verbrecher ihre Grabstätte fanden.

Zu 4. Der Flecken Echzell war in seiner frühern noch kleineren Ausdehnung von einem Graben, Haingraben genannt, umschlossen, welcher einen Halbkreis bildete, auf beiden Seiten in die aus der Gegend von Friedberg herziehende und Echzell der Länge nach durchschneidende Römerstraße mündete und von da in gerader Linie bis auf die Horlof fortlief. In der Hälfte des Bogens wurde der Graben von der andern von Wohnbach herabziehenden und in der Friedberger Straße auslaufenden Römerstraße durchschnitten. Der südliche Theil des Grabens, zwischen den beiden genannten Straßen, ist in seiner ursprünglichen und bedeutenden Breite und Tiefe noch jetzt vorhanden. Auf der Nordseite dagegen hat sich derselbe mit der zunehmenden Ortsvergrößerung in seiner Richtung mehrmals erweitert und wahrscheinlich mit geringerer Breite und Tiefe. Doch sind die Spuren seines Laufes noch sichtbar und es ist die Bezeichnung: Haingärten, Haingartenzins etc. geblieben. Der Graben war fiscalisches Eigenthum und ebenso der außerhalb angränzende und ein geschlossenes Ganze bildende Feldraum, welcher noch heute den Namen Beune oder Beunde führt und bis jetzt, wenigstens großentheils herrschaftliches Besitzthum ist. Beim Eintritte der Wohnbacher Straße durch die sogenannte Mittelpforte in den Flecken befand sich innerhalb des Grabens der sogenannte Beundehof, welchen noch im Anfange des 18. Saec. ein herrschaftlicher Beundehofmann bewohnte, der allda die Beundefrüchte einscheuerte etc. Der Beundehof ist jetzt bäuerliches Eigenthum und ein großer Theil des Beundegutes ist, theilweise schon vor dem 16. Saec. zu Häuser- und Gartenanlagen, gegen Entrichtung von Erbzinsen, an singulos von der Herrschaft abgetreten worden. Von einer Umzäunung der Beunde sind keine Spuren mehr vorhanden, wenn nicht etwa die sogenannten Pfahlgärten darauf hindeuten.

           Eine ähnliche Bewandtniß hat es mit den Beunden und Haingraben in anderen Orten der ehemaligen Fuldischen Mark, als in Gettenau, Bingenheim, Reichelsheim, Berstadt, Dauernheim etc.

 

..