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[West]falen bis zu seinem Untergange in Stralsund. Zusammenhang der Unternehmungen Dörnbergs und Schills. Ausbleiben der Engländer. Zurückhaltung Oesterreichs. Proklamation des Kurfürsten aus Böhmen „an seine Hessen.“ Vereitelte Erwartungen desselben in Bezug auf die österreichische Hülfe. Einfall der Oesterreicher und des Herzogs von Braunschweig in Sachsen. Feldzug des Königs von Westfalen in Sachsen. Ausbruch und Dämpfung des Emmerich-Sternberg’schen Aufstandes in Marburg. Weitere Verurtheilungen. Des Königs Gnade. Gräber der Erschossenen auf dem Forste bei Kassel. Hierauf wurden 3 Zeichnungen vorgelegt, welche Herr Bau-Commissär Hoffmann zu Fritzlar eingeschickt hatte; sie stellten einen alten Kandelaber, die Seite eines Altars und eine Glasmalerei der Stiftskirche zu Fritzlar dar. Herr Hoffmann bemerkt dazu: Es sind zwei Leuchter von der auf der einen Zeichnung dargestellten Art vorhanden, welche schon durch ihr ganzes Aeussere, und dadurch, daß sie häufig geflickt sind, ihr hohes Alter verkünden. Ihre ganze Form sowohl, als auch namentlich die einzelnen Verzierungen und die an ihnen befindliche farbige Mosaik, beweisen, daß sie der romanischen Kunstperiode angehören. Das tragbare Altärchen, dessen verzierte Rückseite auf dem anderen Blatte dargestellt ist, gehört derselben Zeit an; was entschieden daraus hervorgeht, daß sich an seiner Vorderseite eine Relief-Verzierung befindet, welche fast ganz ebenso ist, wie die am Schafte der Leuchter. Ein weiterer Beleg dafür, daß die Leuchter und das Altärchen mindestens noch im 12. Jahrhundert angefertigt sind, ist der, daß die Verzierungen der Rückseite des Altärchens „nur durch gravirte Umrißlinien bezeichnet“ sind, und Arbeiten dieser Art nach Kugler (Kunstgeschichte Seite 490, Erste Ausg.) in der romanischen Zeit oft angefertigt wurden. An der Vorderseite des Altärchens sind Relief-Darstellungen von getriebenem, vergoldetem Kupferblech und kleine, etwa 4 Zoll hohe Statuetten von Elfenbein angebracht, welche letztere jedoch etwas roh sind. Von einer Aufnahme des ganzen Altärchens hat mich theils der Mangel an Zeit, theils aber der Umstand abgehalten, daß ich nicht glaubte, dasselbe genau wiedergeben zu können. Jedenfalls wäre es einer genauen Aufnahme wohl werth.
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