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und die bis in solche hinabreichenden Wurzeln von Wachholder u. a. Stauden, das Zerstörungswerk noch mehr begünstigt hatten. Südlich jener Stätte, und des von dem s. g. Stempel nach Schröck sich hinabziehenden s. g. Himbeerwegs, fand sich ein ungefähr 30 Schritte im Durchmesser haltender Hügel, welcher einst offenbar von kegelförmiger Gestalt und beträchtlicher Höhe gewesen sein muß, jetzt jedoch, da diese Stelle als Schweinehute benutzt wird, ebenwohl bis auf etwa 10 Fuß Höhe sich abgeplattet fand. Bei Anlage eines Querdurchschnittes durch denselben stieß man auf einen mit Steinen eingefaßten Raum, worin indeß ohne Beimischung von Urnenfragmenten nur noch eine ganz geringe Masse von Moder angetroffen ward, so dass erst eine chemische Untersuchung derselben es herausstellen wird, ob sich Knochenfragmente darunter befinden und somit hier – wie allerdings höchst wahrscheinlich – ebenwohl eine Grabstätte sich befunden haben dürfte. Jeden Falles möchte so viel schon jetzt feststehn, daß die hier aufgefundenen Gräber altgermanische sind. Außer diesen Grabstätten ward westlich des s. g. Hemmerichs, auf dem von Moischt nach dem lichten Gipfel führenden Fußpfad, auch noch ein circa 4 ½ F. im Durchmesser haltender Stein aufgefunden, welcher auf seiner Oberfläche, drei Reihen sehr regelmäßig ausgearbeitete halbkugelförmige Vertiefungen nachweißt. Daß derselbe ein Opferstein, erscheint um so wahrscheinlicher, als derselbe im Munde des Volkes auch noch jetzt u. a. der Teufelsstein genannt wird, und vielfach der Gebrauch herrscht, daß namentlich junge Mädchen nicht leicht an demselben vorübergehen, ohne als Opfergabe Blumen oder Blätter auf denselben zu streuen. Da dessen Lagerstelle, mit den Grabstätten auf dem Schröcker–Gleichen und der vermuthlichen Grabstätte auf dem s. g. Hemmerich ziemlich genau ein gleichseitiges Dreieck bildet, so dürfte vielleicht hier eine besonders ausgezeichnete Grab- und Opferstätte zu suchen sein, weshalb denn auch in dieser Richtung hin noch weiter eine möglichst genaue Untersuchung der Umgegend vorgenommen werden soll.
c) Zu Fulda19. Mai. Herr Geheime Justizrath Kersting legte eine zu dem von ihm im Verlage von G. F. Euler und J. L.
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