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Uth hierselbst herausgegebenen Werke: „Die Sonderrechte im Kurfürstenthum Hessen“ (Einleitung, 2ter Abschnitt, Abtheilung 2, Titel 2) gehörende, nach seinen Angaben von dem Herrn Baueleven Sunkel hierselbst entworfene Uebersichtskarte über die Rechtsterritorien der Provinz Hanau vor und gab zu derselben auf den Wunsch der anwesenden Vereinsmitglieder mehrfache Erläuterungen.

Herr Landgerichtsrath Gößmann verlaß einen von ihm verfaßten Aufsatz über das als ein Wahrzeichen hiesiger Stadt zu betrachtende, an einem Bürgerhause in der unteren Florenzgasse vermittelst einer Kette aufgehängte Hufeisen sowie über dessen geschichtliche Unterlage und Bedeutung. Derselbe überreichte ferner ein Exemplar der gedruckten Einladung des Buchhändlers Euler und des Buchdruckers Uth hierselbst zur Unterzeichnung auf ein von ihm verfaßtes, zwölf verschiedene Abhandlungen enthaltendes Werk, welches unter dem Titel: „Beiträge zur Geschichte des vormaligen Fürstenthums Fulda“ nächstens im Drucke erscheinen wird und machte, indem er diese Schrift zur geeigneten Berücksichtigung empfahl, die Versammlung insbesondere noch darauf aufmerksam, daß ihr eine lithographirte Ansicht der vormaligen Haupt- und Residenzstadt Fulda, wie dieselbe im 13. bis zum Anfange des 18. Jahrhunderts bestanden hat, nach Merian nebst einer Stammtafel über die ausgestorbene freiadliche Familie der Herren von Buchenau beigegeben werden solle.

Herr Gymnasial–Director Schwartz verlas eine von ihm nach den gleichzeitigen Quellen und unter Berücksichtigung der neueren einschlagenden Schriften ausgearbeitete ausführliche Biographie des hessischen Generallieutenants Johann von Geiso (geboren zu Borken am 19. Januar 1595, gestorben zu Cassel am 1. Mai 1661), welcher er die von ihm gesammelten Nachrichten über die Vorfahren desselben und über die hervorragendsten Mitglieder des freiherrlichen Geschlechts von Geiso vorausschickte.

26. Juni. Herr Domdechant Hohmann machte aus dem Archive des hiesigen Domcapitels Mittheilungen über den in Cöln, aus Veranlassung der Wahl Adolf’s von Dalberg (geb. 1678, gest. 1737) zum Abte von Fulda, geführten Informativproceß, welche sowohl über die Persönlichkeit und früheren Lebensverhältnisse des Gewählten, als auch über den damaligen Zustand des Hochstifts Fulda interessante Aufschlüsse gewährten, und schilderte hierauf nach den in demselben Archive vorhandenen brieflichen Nachrichten von Zeitgenossen, welche

 

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