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Verein sich auflösen sollte, so gehet das Legat unter dem Namen: „Max Speck-Sternburgsche Stiftung“ an die Armenanstalten der hiesigen Stadt über. Um der in dieser Hinsicht begehrten Sicherstellung zu genügen, haben wir uns mit dem hiesigen Stadtrathe verständigt und demselben das Capital zur Verwaltung übergeben.

Was die Thätigkeit des Vereins betrifft, so wollen wir nicht wiederholen was Ihnen durch die periodischen Blätter bereits ausführlicher bekannt geworden ist. Wir wollen nur bemerken, daß hier zu Kassel die Hrn. Bernhardi, Carvacchi, Landau und Nebelthau; zu Marburg die Hrn. Dithmar, Raßmann und Wagner; zu Hanau die Hrn. Arndt, Buß, Calaminus, Denhard, Hermann und Müller; zu Fulda die Hrn. Gößmann, Höhmann, Kersting und Schwartz in den monatlichen Zusammenkünften Vorträge gehalten haben, und wir drücken bei dieser Gelegenheit den lebhaften Wunsch aus, daß sich noch mehr Mitglieder auch in dieser Weise thätig bezeigen möchten. Was die Versammlung der hiesigen Mitglieder betrifft, so möchten wir Ihnen vorschlagen, dieselbe auf eine Abendstunde zu verlegen, um dadurch dem Wunsche derer zu entsprechen, welche bisher durch ihre Geschäfte an dem Besuche dieser Zusammenkünfte verhindert wurden.

Von unserer Zeitschrift ist in diesem Jahre das erste Doppelheft des siebenten Bandes erschienen. Das Schlußheft der von Dr. Landau bearbeiteten „Beschreibung der wüsten Ortschaften im Kurfürstenthum Hessen“ ist unter der Presse, und es wird gleichzeitig noch ein neues Heft der Zeitschrift gedruckt werden. Für dieses liegt eine Abhandlung des verstorbenen K. Lyncker „Ueber die heiligen Quellen in Hessen“ bereit. Auch hat Herr Oberpostmeister Nebelthau einen verbesserten Abdruck der bekannten von Kuchenbecker zuerst, aber sehr mangelhaft veröffentlichten „Congeries etlicher Geschichten, so sich in Hessen, insbesondere in Cassel, von 1247–1566 zugetragen“ vorbereitet, und Herr Dr. Landau hat eine Geschichte der Stadt Waldkappel ausgearbeitet.

Die Sammlung der statistisch-topographischen Ortsbeschreibungen hat sich zwar auch im Laufe des Jahres noch wesentlich vermehrt, doch dürfte es uns schwer werden, eine solche Vollständigkeit zu erzielen, welche bei statistischen Arbeiten dieser Art unerlässlich ist. Es war uns deshalb sehr erwünscht, daß die Kurfürstl. statistische Commission, der wir unser Material bisher zur Benutzung mitgetheilt haben, sich

 

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