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v. Rommel, Medicinalrath Dr. Schreiber, Ober-Stabsarzt Dr. Speyer und Staatsrath Wippermann haben wir werthe Freunde und Mitarbeiter verloren.

Durch den Zutritt von 16 neuen Mitgliedern hat indeß der Verein auch neue Kräfte gesammelt und wir zählen jetzt 256 ordentliche Mitglieder.

Die diesjährige Versammlung des Gesammtvereins für deutsche Geschichtsforschung, welche zu Augsburg Statt fand, hat Herr Archivar Dr. Landau in unserm Auftrage besucht. Ueber die dort gepflogenen Verhandlungen hat derselbe in einer der letzten Monatssitzungen Bericht erstattet und wir dürfen wohl hier noch besonders auf die ausführlichen Protocolle in dem Correspondenzblatt des Gesammt-Vereins verweisen, welches in der Vereins-Bibliothek vorhanden ist und das wir bei dieser Veranlassung unsern Mitgliedern wiederholt empfehlen.

Die seitherigen Einnahmen des Gesammt- Vereins bestanden lediglich in den Eintrittsgeldern, welche die Theilnehmer an den Generalversammlungen zu erlegen haben und in den vom Correnspondenzblatte bleibenden Ueberschüssen. Wenn nun auch die aus diesen Quellen hervorgehende Einnahme zur Deckung des gewöhnlichen Geschäftsbetriebs hinreichte, so waren sie doch viel zu gering, um den Geschäftskreis erweitern und neue Unternehmungen anbahnen zu können, und unser Vertreter brachte deshalb einen jährlichen Beitrag von fünf Thalern in Vorschlag. Weiter hat derselbe beantragt, dass jeder der verbundenen Vereine sich verpflichten solle, 5 Exemplare der vom Gesammtverein herausgegebenen Schriften auf seine Rechnung zu übernehmen, und endlich, um dem Unternehmen Gaubeschreibungen eine festere Grundlage zu verschaffen, daß die Vereine aufgefordert werden sollten, sich bereit zu erklären, von den Beschreibungen solcher Gaue, welche ganz oder doch zum größten Theil in ihren Bereich gehören, so viele Exemplare zu einem ermäßigten Preise zu übernehmen, als sie beitragspflichtige Mitglieder zählen, und diese Exemplare allenfalls an die Stelle eines gewöhnlichen Vereinsheftes treten zu lassen.

Der Antragsteller hatte uns diese Propositionen schon vorher mitgetheilt und wir fanden keinen Anstand, uns für dieselben zu erklären. Dasselbe ist ebenfalls schon vorher von unseren Nachbarvereinen zu Darmstadt, Wiesbaden und Paderborn geschehen. Auch von den übrigen Vereinen erwarten wir eine gleiche Entschließung, und wir dürfen wohl um

 

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