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[Ce]remonien und Aueßerlichkeiten beschäftigt. Ebenso dürfte das Hervorheben der glorreichen Kaiser aus dem Hause Habsburg und Oesterreich von Albert II. bis Franz II., an welche sich die traditionelle Größe des Reichs vorzugsweise knüpfen soll, begründetem Widerspruche begegnen. Frankfurt a. M. Dr. Euler.
Hessische Münzen aus alchymistischem Silber.Das sich in früheren Jahrhunderten die Fürsten gern mit Alchymie beschäftigten und dass Landgraf Ernst Ludwig von Hessen-Darmstadt noch im Jahre 1717 Ducaten und Thaler aus alchymistischen Metallen prägen ließ, ist bekannt genug – ich habe diese Münzen in meinem hess. Münzwerk Bd. II. unter Nr. 3587. 3596-3600 beschrieben; - allein von besonderem Interesse sind die kleinen Scheidemünzen aus alchymistischem Silber, worüber ich einige Mittheilungen für nicht überflüssig halte. – Zu dem von Sr. Königl. Hoheit dem Großherzog Ludwig III. von Hessen gegründeten Cabinets-Museum zu Darmstadt befinden sich zwei, nur wenig unterschiedene Exemplare des unter 3450 Bd. II. S. 294 meines Münzwerkes beschriebenen Albusstückes vom Jahre 1681, welche aus der Sammlung des zu Gießen verstorbenen Professors Geh. Rath Nebel stammen, bei welchem ich sie einige Jahre früher zuerst gesehen hatte. Nebel erklärte sie ohne alles Bedenken für Münzen von Ernst Ludwig und ich schloß mich damals ohne eigne Kritik seiner Ansicht an, fand auch keinen Grund, jene Annahme in Zweifel zu ziehen, als ich dieselben Münzen im Großherzoglichen Cabinet wiedersah und zu der Beschreibung in meinem Münzwerk benutzte, obschon mich die darauf befindliche Münzmeistersigle I C F einigermaßen störte, weil alle übrigen gleichzeitigen Darmstädtischen Münzen die Sigle I S (Johann Sartorius Nr. 247 S. 552 Bd. II. meines Münzwerkes) tragen. Um hier jedem dritten Leser verständlich zu sein, bemerke ich, daß die gewöhnlichen darmstädtischen Albusstücke vom Jahre 1681 (Nr. 3449 S. 294 Bd. II meines hess. Münzwerkes) auf dem Avers den Schild mit dem doppelgeschwänzten hess. Löwen haben und über dem Schilde die Schrift HESS: DARM zu den Seiten des Schildes aber die Münzmeistersigle I-S, während die Albus desselben Jahres aus alchimistischem Silber einen Schild mit einem doppelgeschwänzten Löwen, über dem Schilde aber statt der Schrift die nebeneinanderstehenden chymischen Zeichen
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