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von Merkur ( Gestern empfange ich nun durch die Güte des Herrn Senators Dr. Usener zu Frankfurt a. M. einen Silberkreuzer von 1682, welcher in seiner ganzen Prägweise den bekannten hessen-darmstädtischen Silberkreuzern jenes Jahres – unter Nr. 3453 und 3454 S. 295 Bd. II. meines hessischen Münzwerkes beschrieben – sehr ähnlich sieht, innerhalb eines Lorbeerkranzes nämlich einen (spanischen) Schild mit dem doppeltgeschwänzten, jedoch ungekrönten, Löwen führt, über dem Schilde aber statt der zu einem Monogramm zusammengerückten Buchstaben .HD. eine sechsblättrige Rose zeigt und zu den Seiten des Schildes statt der Sigle I – S die chymischen Zeichen von Merkur und Schwefel, endlich aber auf dem Revers unter der Jahreszahl 1682 die obengedachte Sigle I C F darbietet. Die allernächste Verwandtschaft dieses bisher gänzlich unbekannten und meines Wissens noch nirgends beschriebenen Kreuzers von 1682 mit dem vorerwähnten Albus von 1681 ist ganz unzweifelhaft, allein es sind mit diesem Kreuzer sehr erhebliche Bedenken in mir darüber aufgestiegen, ob diese kleinen Münzen aus alchymistischem Silber wirklich hessische Münzen sind, namentlich aber darüber, daß sie von Ernst Ludwig herrühren sollen. – Daß sich Ernst Ludwig mit Alchymie beschäftigte und 1717 alchymistische Münzen mit seinem Bilde und Namen prägen ließ, steht fest, allein man bedenke, daß dieser Fürst, 1667 geboren, im Jahre 1681 erst 14 Jahre zählte und 1682 erst 15. Sollte er sich wohl schon als Prinz dieses jugendlichen Alters und zwar, während er unter der Vormundschaft und Regentschaft seiner Mutter, der Landgräfin Elisabeth Dorothea, stand, mit einer so ernsten und immerhin so bedenklichen und trügerischen Wissenschaft
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