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Die Beunden betreffend.(S. Period. Bl. Nr. 12 v. März 1857 pag. 385.) Was pos. 1 der von Herrn Landau aufgeworfenen Fragen betrifft, so habe ich den angedeuteten Theil der Scheune nie anders als „Gerüst“ nennen hören. In Betreff der Beunden kann, ich leider durch Hindernisse, deren Beseitigung nicht in meiner Gewalt lag, etwas verspätet, einige Mittheilungen machen *). Dieselben verdanke ich sämmtlich der Güte des Herrn Lehrers Corvers zu Kelkheim. An diesen wendete ich mich der Spezialitäten wegen, da mir mein Gedächtniß noch den Namen der Feldflur in meinem Geburtsorte aufbewahrt hatte. Herr Corvers hat mir nun auch noch über zwei andere Gemarkungen Mittheilungen gemacht, die sämmtlich hier folgen. Gemarkung Kelkheim. Kelkheim, ein Dorf, liegt in dem südöstlichen Theil des herzogl. Nassauischen Amtes Königstein, an der Abdachung des Taunus nach der Mainebene hin. Eine halbe Stunde westlich liegt der Staufen, einer der bedeutendsten Punkte des Taunusgebirges. Der Ausdruck heißt nicht Beune oder Beunde, sondern in den Kelkheimer älteren und neuern Urkunden „Bein“. Da jedoch die Abstammung und Schreibart dieses Wortes keineswegs festgestellt ist, so zweifle ich doch nicht, daß diese Form dasjenige bezeichnet, wonach Herr Landau forscht. Ich folge bei Beantwortung der Anordnung und Bezeichnung der Fragen.
Anmerkung. Daß übrigens in Kelkheim früher Herrschafts-[Güter] __________________________ *) Die Mittheilung ist sehr dankenswerth und man bittet um gefällige Fortsetzung. Die Redaktion.
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