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Heinrich Raspe, welche Cappe (die Münzen deutscher Kaiser Abth. II. S. 67, Taf. X. Nr. 81–85) abgebildet und beschrieben hat, zeigen eine Krone. Es müssen diese also vor dem Jahre 1246 geprägt sein, oder man müsste sie Heinrich I. zuschreiben. Bemerkenswerth ist in dieser Beziehung, daß Heinrich Raspe sehr selten seinen Namen auf die Münzen setzen ließ. Wir sind daher um so mehr berechtigt, hier vorzugsweise an ihn zu denken, als die geistlichen Münzen wenigstens theilweise unzweifelhaft in die erste Hälfte des 12. Jahrhunderts gehören. Mehrere tragen nämlich die Umschrift: SIFRIDVS. Die Erzbischöffe Siegfried II. und der III. von Mainz regierten aber von 1200 bis 1249. Wir kommen demnach zu dem Ergebniß, daß diese Münzen größtentheils thüringische und mainzische aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts sind, und daß sie wahrscheinlich während der ersten kriegerischen Zeiten nach Ankunft der Sophie von Brabant, vielleicht gerade vor 600 Jahren der Erde anvertraut worden. Die Herren Finder haben uns für unsere Münzsammlung von jeder Gattung ein Exemplar gefälligst abgelassen, woselbst dieselben allen Münzfreunden zur Ansicht bereit liegen.“

Nachdem hiernächst der Rechnungsführer, Herr Buchhalter Wagner, über Einnahme und Ausgabe berichtet und die Versammlung beliebt hatte, durch Zuruf die seitherigen Mitglieder des hiesigen Ausschusses wieder zu wählen, berichtet Hr. Dr. Landau über folgenden Antrag des Ausschuß-Mitglieds für Hanau, Hrn. Dr. Denhard:

„In Erwägung, daß der hanauische Bezirksverein für hessische Geschichte und Landeskunde fast sämmtliche Arbeiten und Forschungen übernimmt, welche sich auf die Provinz Hanau beziehen, und die hierfür nöthigen Kosten aus den besondern Beiträgen seiner Mitglieder bestreitet, während eben diese Mitglieder auch ihre Beiträge in diese Kasse des Hauptvereins entrichten, erachte ich es für billig, dass diesem Bezirksvereine aus der Hauptkasse ein Hülfsbeitrag für die Verfolgung der Zwecke des Vereins in der Provinz Hanau geleistet werde, und stelle deshalb den Antrag, es möge der diesjährigen Generalversammlung des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde gefallen:

dem Bezirksvereine in Hanau zur Verfolgung der Ver-[einszwecke]

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    Schild mit dem Löwen führt, aber er trägt stets eine Krone, während hier der Reiter nur einen Perlenkranz auf dem Haupte hat.

 

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