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[Ver]einszwecke, namentlich zu Ausgrabungen und Vervollständigung seiner Literalien- und Alterthümer-Sammlung (eines Eigenthums des ganzen Vereins), einen den Verhältnissen und der Sachlage entsprechenden Hülfsbeitrag zur Verfügung zu stellen.“

Nach einer kurzen Diskussion wurde sich zu dem Beschlusse geeinigt: daß man sich zu einer allgemeinen Unterstützung zwar nicht verstehen könne, daß man aber den Ausschuß ermächtigen wolle, für bestimmte Unternehmungen, wenn darum nachgesucht werde, je nachdem es die Umstände gestatteten, den Hanauer Mitgliedern eine helfende Hand zu reichen.

Weiter referirte Herr Dr. Landau über die Herstellung von Regesten der gedruckten Urkunden. Diese Sache sei schon öfter in Anregung gebracht worden. Die Ausführung hänge indeß lediglich davon ab, daß sich Mitglieder fänden, welche zur Uebernahme der Arbeit geneigt seien. Der verstorbene Staatsrath Wippermann habe die Regesten der Grafschaft Schaumburg geliefert, welche als V. Supplement erschienen seien. Jetzt sei Hr. Bibliothekar Keitz zu Fulda bereit, die Ausarbeitung der Urkunden-Regesten des Stifts Fulda zu übernehmen.

Es wurde diese Mittheilung anerkennend aufgenommen und beschlossen, Hrn. Bibliothekar Keitz von Seiten des Vereins nach Kräften zu unterstützen.

Derselbe brachte hierauf die Herstellung eines Handbuchs der historischen Literatur Kurhessens in Anregung. Auch das sei nicht neu und schon beim Beginne des Vereins als eine von dessen Aufgaben bezeichnet worden. Auch habe Hr. Bibliothekar Dr. Bernhardi im ersten Bande der Zeitschrift eine Probe dazu geliefert, doch fehlte demselben zur Vollendung die erforderliche Zeit. Nun wisse er von Hrn. Bibliothekar Dr. Walther zu Darmstadt, daß derselbe bei der Bearbeitung seines literarischen Handbuchs für das Großherzogthum Hessen zugleich auch die Literatur für Kurhessen gesammelt habe und dass derselbe auch bereit sei, diese Arbeit zu vollenden. Er wünsche darum, daß der Ausschuß ermächtigt werde, sich in dieser Beziehung mit Hrn. Dr. Walther zu benehmen. Hr. Bibliothekar Dr. Bernhardi bemerkte hierzu, daß die Vorbereitungen zu dieser Arbeit, soweit die hiesigen Landesbibliothek das Material dazu biete, vollendet seien und dem Vereine zur Benutzung bereit ständen. Nach der Genehmigung dieses Antrags, hob Hr. Dr. Landau noch zwei andere Punkte

 

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