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wie bei Hirzenach, ihre Richtung zog dem Rheine parallel; ein uralter Fußpfad, der Quitterichs-Weg, zog etwa 1–2´ hoch darüber hin. Bei ihrer Auffindung konnten 54´ ihrer Länge aufgedeckt werden, außerdem ließ sich ihre Spur noch 90´ weiter rheinabwärts deutlich verfolgen; die mächtigen Bedeckungen der hohen Böschungswände machten von da ab jede weitere Untersuchung unthunlich. Leider war ihre Breite nicht mehr unberührt, da das Gestick auf ihrer ganzen Länge bereits an- und durchgebrochen war, ehe die Arbeiter eine Ahnung hatten, daß sie mit einem Straßenkörper zu thun hätten. Der stehengebliebene Rest der Straßenbreite war daher an seiner äußersten Durchbruchstelle (Punkt a) nur noch 4´ breit, 54´ weiter (bei Punkt b) 6´ 11´´ breit und war ihre Kante hier noch nicht gefunden; die Straße zog schräg in die Böschung und unter eine alte Weinbergmauer hinein, was jede nähere Untersuchung verhinderte. Ihre Oberfläche, ganz sorgfältig überkiest, lag 3´ 1´´ über der Oberkante des Schienstranges der Rhein-Nahe-Bahn; ihr östlicher zerbrochener Rand, der vom Wegbrechen noch war stehen gelassen worden, lag 571´ westlich vom Uferrande des Rheins entfernt, ihre westliche Kante zog in einer Entfernung von 13´ 2´´ vor dem Grabstein des Bato (Nr. VI) sowie auch der übrigen vorüber. Die Oberkante der Schiene liegt hier 25´ 2´´ 5´´´ über dem mittleren Wasserstand des Rheins; der Nullpunkt des Binger Pegels liegt 243´ 17´´ über dem von Amsterdam, und ergibt sich daher (bei 268´ 4´´ 2´´´ Pegelhöhe der Schienenlage) für die alte Straßenoberfläche eine Pegelhöhe von 271´ 5´´ 5´´´. Das Terrain von der Straße bis zu den Grabmonumenten war auf die gedachten 13´ etwas ansteigend und der Fußpunkt des Bato-Monumentes stand 1½´ höher als die Straße. – Die Ergebnisse des Nivellements und anderes Detail muß wissenschaftlichen Erörterungen und Zeichnungen vorbehalten bleiben, wozu Forschern und Freunden des Alterthums aus Bingen und Kreuznach jedenfalls ein reichhaltigeres Material zu Gebote stehen dürfte, als es dem Unterzeichneten bei nur seltenen und vorübergehenden Besuchen an der Fundstelle zusammenzubringen möglich war. Den überaus entgegenkommenden Bemühungen aber und der sorgfältigen Vermessungs-Notizen und Fundberichte, womit Herr Bau-Unternehmer Reinhard zu Bingersbrück unseren Bestrebungen hülfreiche Hand zu leisten die Güte hatte, müssen wir im Interesse der Topographie und Archäologie des Mittelrheins hier mit voller
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