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diese ehrwürdigen Alterthümer und das Schloss zu sehen, begaben sich die Vereinsmitglieder dorthin. Sie hatten jedoch keine Gelegenheit, die Altenburger Reliquien zu besichtigen, da wegen des Umbaues in der alten Feste Solms der betr. Aufbewahrungsraum nicht zugänglich war. So begnügten sie sich mit der Besichtigung der allmählich neuen malerischen Umbauten weichenden Ueberreste des alten Hauses Hohensolms.

Die am 18. December im Museum dahier abgehaltene Versammlung nahm den Vortrag des Herrn Majors von Löwenstein über die im Auftrage des hiesigen Zweigvereins veranstalteten Ausgrabungen auf dem Weissen stein bei Wehrda entgegen. Der Vortragende erstattete namens der seiner Zeit ernannten Commission für diese Ausgrabungen (welcher zur Zeit nur der Vortragende und Herr Schlossermeister Louis Müller angehören) Bericht ab über den Gang der letzteren, die Blosslegung des Mauerwerks, wovon eine von Herrn L. Müller hergestellte Zeichnung und danach angefertigte Photographie zur Kenntnissnahme herumgereicht wurden, ferner über die Funde, welche zur Ansicht ausgestellt waren, sowie auch über die Verwendung der bewilligten und gesammelten Geldmittel. Hervorzuheben sind die verhältnissmässig wenigen, theilwrise, aber hoch interessanten Fundstücke, welche nach einem Antrage des Herrn Pfarrer Kolbe in der hiesigen Alterthumssammlung auf dem Schloss, als besondere »Sammlung Weissenstein« zur Ausstellung gelangen werden. Ein zweiter Antrag des Herrn Pfarrer Kolbe, den Gesammtverein in Kassel unter Beifügung des Berichts des Herrn Vortragenden um Bereitstellung von ferneren Mitteln zu weiteren Ausgrabungen anzugehen, im Abschlagsfalle aber erneute Sammlungen zu diesem Zwecke zu veranstalten, wozu von schätzenswerther Seite bereits Anerbieten geschehen, wurde ebenfalls angenommen. Es wurde die Ansicht laut, dass nach beendigtem Werke der Gipfel des Weissensteins mit hübschen gärtnerischen Anlagen versehen werden müsste, damit auch äusserlich der Ruine die ihr gebührende Ehre zukäme und muthwillige Hände um so eher von Zerstörungsakten abgehalten würden, wie denn überhaupt vorgeschlagen wurde, etwa den Forstschutzbeamten des betreffenden Reviers

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