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CXVIII

Teubner'sche Bibliotheca Graeca, 1853 und 1854 in Leipzig erschienen. Die neuerdings von derselben Verlagshandlung veranstaltete Auflage, welche l881 und 1883 als Erscheinungsjahr angibt, ist nur Titelauflage. Als Frucht seiner paläographischen Studien, besonders in den Codices des Pausanias, erschienen 1855 zu Kassel die „Bruchstücke zu einer Methodologie der diplo-matischen Kritik.“ Ueber die Ursachen und Arten der Fehler in griechischen Handschriften wird darin sehr gründlich und lehrreich gehandelt. Seine Uebersetzung des Pausanias in das Deutsche, der eine ausführliche Einleitung vorausgeht, kam von 1857 bis 1863 bei Krais und Hoffmann zu Stuttgart heraus. Wie unausgesetzt Schubart die über jenen Autor erwachsende Literatur bis an den Abend seines Lebens verfolgte, beweist die literarische Fehde mit U. von Wilamowitz-Möllendorf, G. Hirschfeld und G. Treu, gegen deren Angriffe auf die Glaubwürdigkeit des Pausanias er noch in den Jahren 1882 bis 1884 durch Aufsätze in den Jahn-Fleckeisen'schen Jahrbüchern wiederholt mit schlagfertiger Schärfe auftrat. Bedürfte es der ausdrücklichen Versicherung, dass der schon mehr als Achtzigjährige noch eine für sein Alter seltene Geistesfrische besass, so braucht man zum Beweise dafür nur auf diese seine letzten Arbeiten hinzuweisen, die keineswegs wirkungslos blieben. Auch Schubarts ungedruckte literarische Hinterlassenschaft, die nach den von ihm getroffenen Bestimmungen an die richtige Stelle, in die Landesbibliothek, gelangt ist, bekundet, mit welcher bis ins Kleinste gehenden Sorgfalt er bis zuletzt dem Studium seines Pausanias oblag.

Schubart fand schon 1834 bei seiner Ankunft in Kassel die Bibliothek aus der Zeit des Landgrafen Friedrich II. und durch die Bemühungen Ludwig Völkels in archäologischer Literatur gut ausgestattet; es ist aber sein Verdienst, dass auf diesem Wege fortgefahren wurde. An dem reichen Zuwachs, den das Fach der classischen Alterthumskunde in der Cassellana 1867 durch den Ankauf eines Theils der Bibliothek des berühmten Archäologen Eduard Gerhard empfing, hatte Schubart wesentlichen Antheil.

Zu seinen schönsten Erinnerungen zählten ausser

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