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XVI digung dienten. Fiel der Feind in das Land, dann bargen sich die aufgeschreckten Einwohner in ihren Wäldern und Sümpfen, in deren Schutze sich auch ihre Kriegsschaaren sammelten. Von dort aus überraschten diese den Feind und dort hinein suchten sie ihn zu locken. In solchen Wäldern haben sie ihre erfolgreichsten Schlachten geschlagen. Die Grenzwüsten, mit denen einzelne Stämme ihre Landgebiete umgaben, mögen urwaldartig gewesen sein; andere Stämme schützten ihre Grenzen durch wallartige Landwehren und das Landesinnere durch die dichten Hecken der Knicke. Auch durch Verhaue sperrten sie die Strassen und die Ränder ihrer Schutzwälder. Durch solche künstliche Mittel machten sie auch ihre Ringwälle sturmfrei. Die Wagenburg ihrer Heerlager hatte die runde Form dieser Wallbauten. Solche waren Zufluchtsstätten einer Gemeinde, die Bauernburgen, aber auch Sammelplätze zur Vertheidigung wie zum Angriffe für grosse Heeresmassen, die Völkerburgen. Sie schützten dieselben durch Dornhage oder durch Hecken, später erst durch Verhaue und erst im Mittelalter durch Palissaden. In den umwallten Burgen der Könige und Edlen dienten Thürme als Luginsland; die Warten der Grenz-und Strandwächter aber waren Hügel oder in Ringwällen vielleicht auch zum Unterschlupf dienende Blockhütten. Die Schutzwälder, die Haga's, bestanden aus möglichst dichten und dornigen Gebüschen. In den Namen des Hagedorns, des Hagröschens mit ihren Hagebutten und in der nicht dornigen, aber den dichtesten Stockausschlag liefernden Hagebuche (Hainbuche) hat sich selbst bis jetzt der Name erhalten. undurchdringlich waren sie nur als dichtes, lückenlos ineinander gewachsenes Gestrüpp. Solches blieb niedrig genug, um von den thurmlosen Ringwällen aus über die weite Umgegend die volle Ausschau nicht zu beeinträchtigen. Anders verhielt es sich mit den Burgen, von deren Thürmen und Gebäuden aus man über die Wipfel nicht zu hoher Bäume hinwegsehen konnte. Sollte aber |
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