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LXVII 9. September. An die Verlesung des Protokolls der vorigen Monatsversammlung knüpfte der Schriftführer, welcher in Behinderung des Herrn Vorsitzenden und dessen Stellvertreters den Vorsitz übernommen hatte, die Bemerkung, dass sich der am 5. August von der Versammlung gefasste Beschluss, das Andenken der verewigten Herren Professor Hausmann und Dr. Duncker durch Aufstellung ihrer Gipsbüsten im Vereinsmuseum dauernd zu ehren, leider als unausführbar erwiesen habe, weil die angestellten Ermittelungen ergeben hätten, dass dadurch nach der einstimmigen Ansicht des Vorstandes der Kasse des Vereins eine unverhältnissmässig bedeutende Ausgabe erwachsen würde. Man beabsichtige desshalb, statt der Büsten, Relief-Medaillons zu beschaffen. Die Verhandlungen hierüber befänden sich noch in der Schwebe, doch werde voraussichtlich schon der nächsten Monatsversammlung eine bestimmte Mittheilung über die erzielten Resultate gemacht werden können. Der Conservator, Herr Oberlehrer Dr. Suchier, hielt hierauf den angekündigten Vortrag über folgende im Vereins-Archiv aufbewahrte Schriftstücke aus den Zeiten der letzten Grafen von Hanau: 1) Schreiben der Gräfin Catharina Belgica von Hanau von 1619 an zwei Herren von Hütten. Der Inhalt dieses Briefes ist weniger von Belang, als die eigenhändige Unterschrift der Gräfin, welche nicht, wie sonst allgemein angenommen, Belgica, sondern Belgia zeigt. In dieser Form (unter französischen Schreiben Cathérine Belgie, nicht Belgique) unterzeichnete die Gräfin stets, wie dies, auf eine bezügliche Abfrage des Herrn Vortragenden, auch vom Königlichen Staatsarchiv zu Marburg bestätigt worden ist. 2) Pergamenturkunde von 1638: Zeugniss bezw. Geleitbrief des General von Ramsay für den Hanauer Bürgersohn Franz Varlut, abgedruckt in der 11. Mittheilung des Vereins: „Hanau im dreissigjährigen Krieg“, Anlage 19. 3) Schreiben des Grafen Friedrich Kasimir aus Paris vom 17./27. April 1644 an den Magistrat der Altstadt Hanau, präsentirt den 19. Mai: das schwarze Siegel zeigt die Buchstaben V. B. Der Graf erbittet darin ein Darlehn, um die Kosten der Rückreise von 5* |
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