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LXXXIV

tenen Siege durch feierliche Tedeums und glänzende Illuminationen zu verherrlichen Wegen des unbedeutenden Gefechts von Lutterberg (zwischen Kassel und Münden), worin Soubise am 10. October 1758 ausnahmsweise über General Oberg gesiegt hatte, wurde neben Abhaltung eines Dankgottesdienstes mit Tedeum ausdrücklich befohlen, dass jedes Fenster von 6 Uhr Abends bis 2 Uhr Nachts mindestens mit zwei Lichten zu erleuchten, sowie das Rathhaus festlich zu schmücken und vor demselben ein Feuerwerk abzubrennen sei. Diese unter Trompetenschall bekannt gemachte Verordnung rief unter der Bürgerschaft natürlich eine lebhafte Entrüstung hervor, musste aber nichts destoweniger ausgeführt werden; jeder Zuwiderhandelnde wurde unnachsichtlich mit Gefängnisstrafe bedroht.

Am 25. December 1762 schlug endlich die Erlösungsstunde für Hanau, welches an diesem Tage von den letzten französischen Truppen geräumt wurde, nachdem es 5 Jahre und 5 Monate hindurch ununterbrochen von ihnen besetzt gehalten und in unerträglicher Weise drangsalirt worden war.

Zur anschaulichen Erläuterung des ebenso eingehenden, wie anziehenden Vertrags dienten zahlreiche werthvolle Urkunden u. a. m., welche Herr Roessler in der Versammlung in Umlauf setzte.

Ausgrabungen.

Siehe vorstehend unter Monatsversammlungen vom 14. Januar, 15. August, 7. October, 4. November und 2. December 1886.

Veröffentlichungen.

Im Mai 1886 sind zwei Mittheilungen des Vereins erschienen:

Nr. 11. Hanau im 30jährigen Kriege. VonR.Wille,

Oberstlieutenant.

„ 12. Die letzten Grafen von Hanau-Lichtenberg. Von demselben Verfasser.

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