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LXXVII stand, dass die Holzschicht in dem verwitterten und stark zusammengepressten Zustand noch eine Stärke von durchschnittlich 1/2 m aufwies, lässt darauf schliessen, dass dieselbe ursprünglich zum Mindesten eine Stärke von 3/4 bis l m hatte, unter der Holzschicht fand sich eine wegen des Andrangs des Wassers nicht messbare Lage eines ganz eigentümlichen Gebildes von gelbbrauner Farbe vor, welches aus durchlöcherten grossen Klumpen bestehend eine grosse Aehnlichkeit mit Ziegelschlacke hatte. Die chemische Untersuchung ergab jedoch, dass bei der Entstehung dieser hauptsächlich aus kohlensauren Verbindungen des Eisens, der Thonerde, des Kalkes und der Magnesia, sowie aus Kieselsäure bestehenden Körper die Einwirkung des Feuers ausgeschlossen ist: dieselben sind vielmehr Bildungen nach Art der Raseneisensteine, bei welchen die Durchlöcherung durch eingeschlossene Holzäste entstanden, die später im Lauf der Jahrhunderte vollständig verwittert sind. Das Strassenprofil a—b der Skizze unterscheidet sich von dem vorigen nur dadurch, dass die Holzschicht bedeutend schwächer, weil der Sumpf hier schon etwas flacher ist und dass sich unmittelbar unter dem Holz Letten und Kalksteine auf dem aus Sand bestehenden gewachsenen Boden vorfinden. Bei dem Profil c—d fehlt die Holzschicht gänzlich, auf dem gewachsenen Boden befindet sich eine 20 cm starke Lettschicht, auf welcher letzteren die Kiesschüttung des Strassendammes aufgetragen ist. Alle drei Profile lassen in den Begrenzungslinien der einzelnen Schichten erkennen, dass der Weg von Fuhrwerken passirt worden ist, indem sich deutlich die durch die Räder der letzteren ausgefahrenen Stellen markiren. Es geht hieraus hervor, dass die hinter dem Limes herziehenden Militärstrassen nicht nur zur Com-munication der Truppen dienten, sondern dass auf denselben auch die Bedarfsgegenstände der letzteren — wie Baumaterialien (hier im besonderen Kalksteine aus dem Steinbruch zu Wolfgang und Backsteine aus den Krotzenburger Ziegeleien). Proviant etc. befördert wurden. Dass die sumpfige Beschaffenheit der Doppelbiergraben-Niederung nicht ausreichend erschien, den Pfahlgraben an dieser Stelle entbehrlich zu machen, ist von Neuem
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