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LXXVIII ein Beweis dafür, dass es den Römern darauf ankam, die Reichsgrenze möglichst hermetisch abzuschliessen; hieraus dürfte weiter gefolgert werden können, dass eine ähnliche Einrichtung wie dieser Zaun auch auf dem Grenzwall angebracht war, da letzterer seiner Beschaffenheit nach zweifellos weniger geeignet war, eine Ueberschreitung der Reichsgrenze zu verhindern, als das sumpfige Terrain der Doppelbiergraben-Niederung. Zum Schluss sei noch erwähnt, dass bei Herstellung der Strasseneinschnitte in der oben erwähnten Kiesschüttung ein Bruchstück einer römischen Reibeschale gefunden wurde. Dieses, sowie ein von dem Herrn Vortragenden vorgelegter Pfahlstumpf und ein Stück Eichenholz aus dem Strassendamm wurden dem Vereins-Museum übergeben. Demnächst machte Herr Major Dahm noch die Mittheilung, dass die eingehende Untersuchung des in einem Hünengrabe bei Enkheim gefundenen Bronzeringes (vergl. Protokoll der Monatsversammlung vom 12. Mai d J.) durch den Chemiker der Königlichen Pulverfabrik, Herrn Dr. Haase, keine Schweiss- oder Löthstelle ergeben habe; es sei hierdurch der Beweis erbracht, dass dieser Ring nicht um den Hals getragen wurde. Der untersuchte Ring wurde dem Vereins-Museum zurückgegeben. Der Vorsitzende, Herr Pfarrer Junghans, verabschiedet, sich alsdann in Folge seiner Versetzung nach Preungesheim, von den zahlreich arfwesenden Vereinsmitgliedern mit einer Ansprache, in welcher er dankt für das Vertrauen und die Geduld, welche ihm. als dem langjährigen Vorsitzenden des Vereins, jederzeit entgegengebracht worden sei und verspricht, auch an seinem neuen Wohnort stets an den Bestrebungen des Vereins den regsten Antheil zu nehmen. Demnächst ergreift der Stellvertreter des Vorsitzenden, Herr Dr. Wolff, das Wort und publicirt die von dem Vorstande beschlossene Ernennung des Herrn Pfarrer Junghans zum Ehrenmitglied des Vereins unter Ueberreichung des bez. Diploms. Herr Dr. Wolff spricht die Hoffnung aus, dass letzteres das Band bilden möge, welches den Scheidenden an den Verein fesseln und ihn veranlassen möge, auch fernerhin seine Kräfte dem Verein zu widmen.
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