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XLIII

[Krümmungen] mungen lediglich dem Waldrande (an welchem solche hinderliche Steine abgelagert zu werden pflegen) folgte, und der „dicht an ihm leicht erkenntliche Rest eines Wachthauses“ ergab sich als ein etwas grosserer Haufen zusammengelesener Feldsteine, wie sie in der Gegend dutzendweise vorkommen. — Im Walde „Buchberg“ bei Heppdiel war ein zwischen Feld und Wald hinziehender Abtheilungs- oder Fluthgraben, der in eine steile Schlucht verläuft, als Pfahlgrabenspur angesprochen worden, und wo bei Reinhardsachsen in der Flur Reuthe „der wohlerhaltene Wall nebst Graben“ am östlichen Saum eines Wäldchens zu dem den so bedeutsamen Namen führenden Pfahlbach hinunter führen sollte, fand sich zwar ein ziemlich stattlicher und leidlich gradlinig verlaufender Steinwall; aber er zeigte sich nicht blos ohne vorliegenden Graben und ohne alle Erde zwischen den Steinen, sowie mit umgekehrtem Profil: an der steilen Aussenseite nur 80 Centimeter, die langgezogene Innenböschung dagegen 2¼ Meter hoch, sondern er bog auch plötzlich rechtwinklig ab, um in gleicher Beschaffenheit und Ausdehnung auch den Südrand des Gehölzes einzufassen; augenscheinlich und zweifellos also auch hier wieder nur die allmähliche Aufhäufung ausgeackerter Steine auf der Grenze zwischen Wald und Feld. Verschiedene ähnliche Steinwälle waren denn auch in der Nähe an den Thalabhängen sichtbar. Ebenso erfolglos blieben — mit einer einzigen später erwähnten Ausnahme — die Versuche, die von Paulus im weiteren Verlauf der Strecke, z. B. auf der Flur von Glashofen, am Schiessplatz und in den Gärten bei Walldürn als angeblich noch sichtbar verzeichneten Grenzwallspuren aufzufinden und bezw. als solche zu erkennen. — Auch umfangreiche Ausgrabungen an dem erwähnten Räuberschlösschen bei Freudenberg brachten nicht den allergeringsten Anhaltspunkt für römischen Ursprung der Befestigung zum Vorschein. Ebenso ergaben verschiedene Forschungsausflüge des Vortragenden auf dem rechten Mainufer keinerlei Spuren von römischen Anlagen und Alterthümern. Auf dem sog. Burgberg gegenüber Freudenberg liess sich weder eine Pfahlgrabenspur, noch der von Paulus dort vermuthete Wachthausrest erkennen: die angeblich „römischen“

 

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