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und aus dieser Apotheke von Dr. Johann Dietrich Hofstadt in alle Welt versandt worden war. Aus dessen curriculum vitae ist zu erwähnen, dass derselbe von Düsseldorf gebürtig und Anfangs Apotheker in Hanau war. Er legte sich dabei mit vielem Eifer auf Chemie und Arzneigelahrtheit überhaupt, ging 1691 nach Wittenberg und disputirte de theriaca coelesti und wurde Dr. med., 1700 lebte er als praktischer Arzt in Heidelberg. Er liess, nachdem er Doktor geworden war, selbst drucken: »Panacea coelestis Hoffstadtiana oder kurze Beschreibung des himmlischen Theriaks«. Hanau 1693. Vortragender zeigte dieses Büchelchen und ein auf den Theriak bezughabendes grosses Oelbild. Der Titel des Büchelchens lautet: Panacea coelestis Hoffstadtiana oder kurze Beschreibung dess himmlischen Theriaks, welcher nunmehro zum andermal und zwar in weit grösserer Quantität und Qualität als zuvoren ist dispensiret worden, mit seinen kostbahren Ingredientien, deren Gewicht, Namen, herrlichen Kräfften und nutzbarem Gebrauch von Joh. Diederich Hoffstadt Medicinae Doctore und Practico In Hanau. Hanau, Gedruckt mit Joh. Adolf Auberg’s Schriften. Anno MDCLXXXXIII. In der Vorrede theilt der Verfasser mit, dass er weder Mühe noch Unkosten gescheut habe und bereits 1680 die Theriaca coelestis mit Fleiss und Sorgfalt dargestellt habe, in Folge dessen ihm von vielen namhaft gemachten Aerzten, weltberühmten und hochgelehrten Herren Medicis Lob ertheilt worden sei. Nachdem dieser Vorrath consumiret, so habe er vor drei Jahren abermals eine grössere Quantität dispensiret und medicirt, und nehme sich nun zum letzten Male vor, diese herrliche Dispensation nicht allein in weit grösserer Quantität und Qualität, als jemals geschehen, aufzulegen, sondern gebe hiermit auch Jedermann, insonderheit den Kunstliebenden, damit sie sich dessen als Richtschnur bedienen könnten, das Gewicht an, wie viel er von jedem einzelnen Gegenstande zur Herstellung von 15 Pfd. Theriak genommen habe. Diese letzte Mischung sei denn vor vielen Kur- als auch Fürstlichen und hohen gräflichen Standespersonen und Edelleuten (der Verfasser führt z. B. an: Prinz Karl, Markgraf zu Brandenburg, Herzog von Birkenfeld nebst Gemahlin und Tochter, die Fürstin zu Babenhausen,

 

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