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LXXI

sämmtliche Grafen und Gräfinnen zu Hanau, die Grafen von Ysenburg-Büdingen, Meerholz) wie auch den Herren Geheimräthen, Aerzten, den Bürgermeistern und Räthen von Neu- und Alt-Hanau, ingleichen auch anderen vielen Personen und unzählichen vielen guten Freunden, sowohl in- als ausländischen, von ihm zur perfection gebracht worden. Vortragender gab nun noch schliesslich eine kurze Uebersicht über »den Ursprung und Zubereitung des himmlischen Theriaks«, dann vom Theriak selbst an, und warum er himmlisch genannt wird, dann von Krankheiten, in welchen er sicher kann gebraucht werden, von seinen ingredientibus, wo dieselben wachsen, wann und wo sie blühen und colligiret werden, schliesslich die Species, dass Theriacae coelestes, so gleichfalls ex triplici regno, seu tribus illis fontibus videlicet dialectico, chyrurgico et pharmaceutico ihren Ursprung haben. Leider fehlt der Schluss des 160 Seiten enthaltenden Büchelchen, in diesem wird wohl die Beschreibung des oben erwähnten Bildes noch enthalten gewesen sein. Zum Schluss wird noch erwähnt, dass in der heutigen Pharmacopoea ein, wenn auch wesentlich anderer, Theriak aufgeführt wird. (Reste des ursprünglichen Theriaks sind in der Hof-Apotheke noch als Rarität aufbewahrt.)

Hierauf berichtete der Conservator Dr. Suchier über die von ihm gesichteten Fundstücke aus den beiden germanischen Gräbern vom Seitz’schen Acker (s. Monatsversammlung vom 23. Oct. 1888). Das eine, ein Mannesgrab, enthielt eine colossale grobe Urne, viele verschiedenartige Scherben, eine Lanzenspitze von vortrefflicher Bronze, einen kleinen Bronzering mit angehängtem Haken, der vermuthlich zu dem Speer gehörte, und die Hälfte eines Bronzemessers; Knochenstücke, die sich dabei fanden, bewiesen, dass es ein Brandgrab war. Aus dem anderen Grab, das offenbar ein Frauengrab war, lagen vor: von Bronze eine Nadel mit flachem Kopf, ein einfacher Armring und ein Messer, sodann 2 faustgrosse kugelförmige Steine, vielleicht Kornquetscher, ein wiederhergestelltes kleines Thongefäss wie ein Salzfass (wahrscheinlich ein Pomadetöpfchen), ein sehr zierliches Gefäss in Urnenform, fast vollständig erhalten, ein grösseres derselben Art mit 2 Henkeln, zusammengesetzt und ergänzt, Fragmente von Schalen, (worunter

 

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