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CVIII

Jahre zum Ecclesiasten und 1. Pfarrer an St. Elisabeth berufen. An diesem Juwel deutscher gothischer Dome hing er mit einer geradezu schwärmerischen Neigung, es erfüllte ihn mit Hochgefühl, wenn er das herrliche Bauwerk zum Gegenstande seiner Rede machen konnte ; wiederholt hielt er auch Vorträge über diese Kirche. Wie ein Baum am besten in der heimischen Erde gedeiht, brachte Kolbe in der Heimath schöne Früchte seiner Studien und seiner Bestrebungen neben den anstrengenden Pflichten des geistlichen Amtes hervor. Seine gedruckten Schriften sind folgende:

1. Das gute Recht der evangelisch-lutherischen Kirche Oberhessens, 1861.

2. W. Kolbe und E. L. T. Henke, Reden am Grabe Vilmars am 1. August 1868. Mit einem Nachruf. 3. Auflage, 1887.

3. Die Einführung der Reformation in Marburg. Ein geschichtliches Bild aus Hessens Vergangenheit, 1871.

4. Die Kirche der heiligen Elisabeth zu Marburg nebst ihren Kunst- und Geschichts-Denkmälern, 1873.

5. Der Christenberg im Burgwalde. Ein Vortrag, 1879.

6. Marburg im Mittelalter.    Ein Vortrag, 1879.

7. Marburg im 7jährigen Kriege.    Ein Vortrag, 1880.

8. Heidnische Alterthümer in Oberhessen. I. Marburgs Rosengarten und die Frühlingsfeier. II. Der lange Stein und das Wuotans-Bild an der Kirche zu Langenstein. Zwei Vorträge, 1881.

9. Die Erbauung der St. Elisabethskirche zu Marburg. 1883.

10. Die Gerechtsame der evangelisch-lutherischen St. Elisabether Gemeinde an ihrer Kirche, urkundlich und nach den Akten gegen deren Bestreiter dargelegt, 1881.

11. Die Hunburg in der Ginselau a. d. Ohm. Ein Vortrag, 1882.

12. Die Kirche der heil. Elisabeth zu Marburg, nebst ihren Kunst- und Geschichts-Denkmälern. 3. vermehrte und illustrirte Auflage, 1882.

13. Die Sehenswürdigkeiten Marburgs und seiner Umgebungen in geschichtlicher, kunst- und kulturhistorischer Beziehung. Mit Illustrationen, 1884.

 

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