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XXVI dass dieselben, wie ja schon die alten Hellenen ein Gemisch waren, noch mehr durch slavische und albanesische Elemente vermischt sind, dass sie aber trotzdem in Denken, Sprache, Sitte, Lebensgewohnheiten und Empfindung unverkennbar sich als Abkömmlinge der alten Hellenen erweisen. Durch zahlreiche interessante Beispiele wusste der Redner hiervon zu überzeugen. So wird die Gastfreundschaft von den heutigen Griechen noch mit derselben Zuvorkommenheit geübt, wie es Homer den alten Hellenen nachrühmt, aber auch die oft wenig redliche Schlauheit und List des erfindungsreichen Odysseus ist auch jetzt noch ein hervorragender und von ihnen keineswegs übel beleumundeter Charakterzug der heutigen Griechen, wie ausserdem das gegenwärtig in Griechenland herrschende Räuberthum die alten spartanischen Eigenthumsbegriffe gewissermassen in moderner Beleuchtung zur Anschauung bringt. Der Redner schliesst mit dem Wunsche, dass die Neugriechen, welche gegenwärtig an Kultur und Bildung weit hinter den Altgriechen zurückstehen, diesen immer näher rücken möchten, dass in das Land, dessen einstige Fürstin die erlauchte Schwester unseres erhabenen Kaisers aus dem edlen Hohenzollernstamme werde, mit dieser auch das schönste Besitzthum unseres Herrscherhauses, das ernste Gefühl der Pflicht und die Strenge im Dienste des Vaterlandes ihren Einzug halten und daselbst immer mehr Platz greifen möchten. In der Vorstandssitzung am 6. Juni constituirte sich der Vorstand folgendermassen: Vorsitzender Dr. Suchier, stellvertr. Vorsitzender Major Dahm, Schriftführer Dr. Eisenach, Rechnungsführer Jac. Wiedersum, Conservator Dr. Wackermann, Bibliothekar Dr. Endemann, Archivar R. Forst. Am 23. Juli fand der alljährliche Ausflug des Vereins und zwar nach Miltenberg statt. Den Führer dort und in seiner Burg machte Herr Conrady. Unter zahlreicher Betheiligung und grosser Gemüthlichkeit verlief der Ausflug zu Aller Zufriedenheit. Monatsversammlung am 20. August: Dr. Wackermann erstattete Bericht über die Jahresversammlung zu Marburg.
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