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[Hessen-Kassel] Kassel«. Redner gedachte zu Eingang der Geschichtsschreibung über den Spanischen Erbfolgekrieg, deren Hauptdarstellung, die in 12 Bänden vorliegenden »Feldzüge des Prinzen Eugen«, von der ruhmvollen Betheilung gerade der Hessen nur wenig zu berichten wüsste; nach einem Überblick auf den bisherigen Verlauf des Krieges unter besonderer Berücksichtigung des Treffens von Speierbach folgte eine Schilderung der Höchstädter Schlacht selbst in ihren einzelnen Entwickelungsphasen, wobei das ausschlaggebende Eingreifen der hessischen Regimenter in das gebührende Licht gesetzt wurde. Zu den früher bereits vorgezeigten Truppenbildern (s. Mittheilungen für 1891 S. XII) hatte Dr. Schwarzkopf noch 2 weitere Bildertafeln *) ausgestellt, die mit der Uniformirung der hessischen Truppen zur Zeit des Landgrafen Moritz und Karl bekannt machten und durch den Vortragenden erläutert wurden.

Monatsversammlung am 29. Februar 1892. Vorsitzender: Major von Stamford. Tagesordnung: 1) Es wird mitgetheilt, dass die 1892 er Hauptversammlung des Vereins am 28., 29. und 30. Juli in Eschwege stattfinden wird. — 2) Vortrag der Herrn Rittmeisters a. D. Freiherrn von Pappenheim zu Marburg über: »Frhr. Alfred Otto Rabe von Pappenheim, seine Dienstzeit in der kurhess. Garde-du-Corps, seine Erlebnisse im russischen Dienste und seine Erinnerungen aus der Goethezeit in Weimar«. **)

Freiherr Alfred Otto Rabe von Pappenheim, der zweite Sohn des Wilhelm Maximilian von Pappenheim, dessen Gemahlin die Gräfin Diana Waldner von Freudenstein war, wurde am 2. September 1808 in Kassel geboren. Nach dem Tode seines Vaters († 3. Januar 1815) kam Alfred v. Pappenheim in Pension zu Herrn Pfarrer Schüler, wo er seinen ersten Unterricht genoss, dann nach Schnepfenthal und von dort auf die Ritter - Akademie zu Neustadt bei Dresden. Mit einem Patent vom 15. Juni 1826 wurde er dann als Seconde-Lieutenant bei der Garde-du-Corps aggregiert. Ein Säbelduell mit dem damaligen kurhessischen

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*) Die Gegenstände der Darstellung waren: „Hessisches Kriegsvolk auf den Wällen Kassels“ und „Die Gefangennahme des Marschalls Tallart bei Höchstädt.“

**) Er erschien bei Kratz, gedruckt in der Druckerei des Deutschen Reichsherolds 1892 zu Marburg. Der nachfolgende Auszug ist von H. v. P. eingesandt.

 

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