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Demuthen (so hiess der Gestorbene) vor IIII diele zu einem Leichtkar, III ß dem Dodengräber sie zu begraben; V Hlr. hab ich (der Spitalmeister) Leidhecken geben, hait sie ins Leichtkar helfen legen, das Keiner im spetal das hait thun wollen; I ß Vincentius Andres geben hait sie gen Kintzigdorff gefurt. Nur in einem Falle scheinen mehr Umstände gemacht zu sein, beim Begräbniss des Meisters Ewald, der das noch jetzt bestehende neue Spital baute und darin 1513 starb; leider sind die Angaben so kurz, dass sich kein sicheres Bild daraus gewinnen lässt. Es wird nämlich folgendes verzeichnet, Kärgliches wäre sonst nur daneben Luxuriöses : I ß Lon Hornern halfft das grass machenn; 10 ß vor III theyle und naule (Dielen und Nägel zu sinem Lichtkaer); IIII ß habenn die verzeert, die ime haben begraben (vielleicht Bewirthung des Leichengefolges, im Hause nach der Bestattung); VII ß pharhern und andern zwein alteristen; XIII Heller dem schuelmeister und glockener.

Wie Sturio in den Hanauischen Jahrbüchern sagt, wurde im November 1606 „wegen vilheit der sterbenden in beyden stetten das Coemeterium zu Kinsstorff erweitert.“ Derselbe führt 2 Fälle von Bestattungen in der dortigen Kirche an, nämlich: „1606 den 6. Augusti ist Hector Schellekens einer der vier Burgmeisteren an der Lungensucht todts verfahren und den 8. mit grossem Comitat der Burgerschaft zu Kinssdorff in dem Kirchlein begraben. 1614 den 30. October wurde Werenstein, Licentiat der Rechte, 30 Jahre lang Rath des Prinzen Moritz und der unirten Staaten (Holland), der sich Altershalben anhero in der Neustadt vor einigen Monaten zur Ruhe begeben, im Kirchlein zu Kindtstorff zur Erden bestettigt.

Von Hanau führte zum Kinzdorf, ehe die Neustadt gebaut war, ein Fahrweg zwischen eingezäumten Gärten. In dem Gerichtsbuchfragment, das der Verein besitzt, ist angegeben, dass am 5. März 1463 an dem 2 Ruthen breiten Weg gein Kintzdorff sich zwischen den zunen neue Marksteine gesetzt wurden. Dabei ist zuletzt ein äusserer Schlag gen Kintzdorff hin erwähnt, worunter gewiss ein Holzverschlag, eine Schranke, die sich auf- und zumachen liess, zu verstehen ist. Das Spital hatte einen Garten im Kinzdorf. Im Jahre 1597

 

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