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Feldhauptmann und versicherte sie des Schutzes des Reiches. Gütliche Verhandlungen blieben ohne Erfolg. Die Cölner Stiftsfehde begann und Hessen stand dabei im Mittelpunkt der Ereignisse. Ruprecht und Herzog Karl richteten ihr Augenmerk auf die beiden wichtigsten Städte des Erzstifts, Cöln und Neuß. Dieses bildete das Eingangstor in das Erzstift, war weniger widerstandsfähig und so am meisten gefährdet. Landgraf Hermann besetzte es daher am 26. Juli 1474 mit einem großen Teile der hessischen Ritterschaft nebst 1500 Fußgängern und 300 Reisigen, die ihm sein Bruder Heinrich gesandt hatte. Er ließ sofort die Verteidigungswerke instandsetzen, Vorräte einbringen und alles zu nachhaltigem Widerstand vorbereiten. Schon am 29. nahte der Vortrab des burgundischen Heeres, 300 Reiter, die aber bei einem Ausfall vernichtet wurden. Nach nochmaliger vergeblicher Aufforderung zur Übergabe rückte Herzog Karl selbst heran. Ein sofort unternommener Sturmangriff schlug fehl. Neuß wurde daher auf der linken Rheinseite durch etwa 12000 Burgunder und Hilfstruppen (Engländer, Wallonen, Lombarden) eingeschlossen. Nur vom Rhein her blieb kurze Zeit noch eine Verbindung offen. Nachdem sich das Belagerungsheer verschanzt hatte, begannen am 6. August neue Sturmversuche, die am 11. ebenso erfolglos wiederholt wurden. Karl ging nunmehr zur planmäßigen Belagerung über, ließ überall Schanzgräben ausheben und an 350 Geschütze gegen die Stadt in Stellung bringen. Die folgende Beschießung fügte den Werken großen Schaden zu, der aber nach Möglichkeit sofort wieder ausgebessert wurde. Neue Sturmangriffe am 3. und 10. September konnten daher blutig abgewiesen werden. Karl versuchte nun die Gräben trocken zu legen, um so trockenen Fußes an die Mauern zu gelangen. Aber auch diese Absicht mißlang. Ausfälle der Belagerten fügten ihm sogar am 29. empfindlichen Schaden zu. Dagegen hätte ein umfassender und nachdrücklicher Angriff am 3. Oktober beinahe Erfolg gehabt. Der Mut der Verteidiger wurde aber nicht gebeugt, wiederholt unternahmen sie weitere Ausfälle. Auch die Burgunder feierten nicht, bis
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