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unter dem Drucke des furchtbaren Kriegs, während Moritz, in den ruhigen Zeiten seines Vaters Wilhelms IV. lebend, als Friedensfürst gutes geleistet haben würde. Das Bild, das Oberst v. Geyso von dem Verhalten des Landgrafen namentlich in den schwersten Jahren 1623 bis 1627 entworfen habe, erscheine ihm erfüllt von innerer Wahrhaftigkeit und zugleich von erschütternder Tragik. Zu bedenken sei, ob nicht in einigen Punkten der Einfluß der herrschenden Zeitströmungen betont werden müsse. Die Spielerei mit dem Gedanken der Volksbewaffnung gehöre in den Kreis unreifer Ideen der Zeit, die sich in mannigfaltigsten Experimenten gefiel. Die Einführung der kirchlichen Verbesserungspunkte durch Landgraf Moritz erscheine verständlich, wenn man sich vergegenwärtige, wie dem Konfessionalismus von Moritz Zeit das Nebeneinander verschiedener evangelischer Richtungen im selben Lande, das Erzeugnis der Weitherzigkeit des seinem Jahrhundert vorauseilenden Großvaters Landgraf Philipps, durchaus nicht entsprach. — Endlich gewährte Prof. Busch der Auffassung des Vortragenden, daß den sprunghaften Entschließungen des Landgrafen nur zu oft schwächliches Zurückweichen gefolgt sei, eine sehr bemerkenswerte Stütze aus den Forschungen eines jungen Gelehrten (Hofsommer) über die Verbesserungspunkte, die ihm amtlich handschriftlich vorgelegen hätten. So schroff da Moritz in seinen Forderungen sei, so wankelmütig erscheine er gegenüber festem Widerstand, der sich ihm entgegenstelle.
Weiterhin machte der Vorsitzende, Archivar Dr. phil. Kosenfeld geschäftliche Mitteilungen. Er berichtete über die Ereignisse im Vereinsleben seit der Jahresversammlung des Zweigvereins im Juli und berührte einen Erlaß im Kreisblatt, der die Bewohner des Kreises Kirchhain zur Förderung des neuen Landesmuseums auffordert, uns Marburger aber damit aufs neue mahnt, für die Begründung eines eigenen Heims unserer Marburger Sammlung Sorge zu tragen. Zum Schluß legte er ein Schriftchen von Wilhelm Spähr „über das Restaurieren der Baudenkmäler im Kreise Marburg i. H.“ (Sonderabdruck aus der „Kunst unserer |
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