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Daneben erscheinen Versuche, durch Regelung des Getreideverbrauches Abhilfe zu schaffen, so wird verboten Getreide zum Bierbrauen und zur Schweinemast zu verwenden. Interessant ist aber vor allem, daß Philipp einer der ersten deutschen Fürsten gewesen ist, welcher anstrebte, durch in billigen Jahren angesammelte Getreidevorräte in teuren Jahren in seinem Territorium den Mangel auszugleichen. Nachdem er wiederholt in Teuerungsjahren seine Festungsvorräte der allgemeinen Not preisgegeben hatte, ordnete er 1553 an, daß die Städte mit städtischen Mitteln Vorräte auf die Zukunft hin aufspeichern sollten, und in ähnlicher Weise scheint dies auch bei den landesherrlichen Ämtern geschehen zu sein. Bei alledem betont Philipp stets, daß ihn die Absicht leite, jedem seiner Untertanen das Seine zu verschaffen und vor allem eine Notlage des armen Mannes zu verhüten. Der Vortragende schloß mit einem Hinweis auf die Bedeutung der von Philipp zum Schütze des Viehhandels und der Wollproduktion getroffenen wirtschaftspolitischen Maßnahmen. — Das Interesse, welches der Vortrag erweckt hatte, wurde bekundet durch die sich anschließende lebhafte Diskussion, an der sich die Herren Professor Busch, Dr. Huyskens, Archivrat Küch, Oberlehrer Kürschner, Archivar Dr. Rosenfeld, Pfarrer Scheffer und Professor Troeltsch beteiligten. Die Erörterungen bezogen sich u. a. auf die Richtung der Wollausfuhr (ob nach den Niederlanden?), auf die Ursachen des im Mittelalter so starken Betriebes der Schafzucht Hessens, auf das Aufkommen der Magazinierung und seine weitere Handhabung. Dann wies Archivar Dr. Rosenfeld auf einige neuere Literatur zur hessischen Geschichte hin, auf das Erscheinen des 2. Bandes von F. Küchs „politischem Archiv des Landgrafen Philipp des Großmütigenu, der wie der 1. mit seiner Verzeichnung der reichen Schätze unseres Archivs den Weg zu Forschungen über das Reformationszeitalter bahne. — In zweiter Linie sprach Dr. Rosenfeld über den kürzlich erschienenen neuen stattlichen Band des von dem Darmstädter historischen Verein herausgegebenen Archivs für hessische Geschichte. Des Näheren ging er ein auf die ergebnisreiche Studie des Darm-[städter]

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