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[Schirm]vogt der Abtei, der seine Amtsgewalt während der Wirren der Wahlstreitigkeiten sehr ausgedehnt hatte. Marquard besserte auch mit großem Eifer die vorgefundenen Schäden der Klostergebäude aus; so ließ er eine neue Wasserleitung ins Kloster legen, stellte die durch den Zusammenbruch eines Turmes sehr beschädigte Kirche wieder her, schmückte sie noch mit einem Glockenturm und ersetzte das alte schadhafte Dach des Klosters durch ein neues. Den Kranken und Armen der Abtei widmete der Abt liebevolle Fürsorge. Er baute ein Krankenhaus und ein Hospital in Fulda. Sehr gute Beziehungen unterhielt der Abt mit dem Könige Konrad III. und dessen Nachfolger Friedrich I. Marquard stand bei König und Fürsten in hohem Ansehen ; er nahm an den Reichstagen zu Merseburg, Speyer und Goslar teil und begleitete als treuer Lehnsmann seinen Kaiser auf dem ersten Römerzug nach Italien. Leider war es diesem verdienten Abte nicht vergönnt, bis zu seinem Lebensende in seiner so segensreichen Tätigkeit zu verbleiben. Infolge seiner Stellung in dem wieder entbrannten Streit zwischen Kaisertum und Papsttum unter Friedrich I. konnte Marquard nicht länger im Amte bleiben, er schied 1665 aus dem Kloster Fulda und starb drei Jahre später als stiller Mönch. Die in schöner Form dargebotenen, von tüchtiger wissenschaftlicher Arbeit und gründlichem Studium der Quellen zur Geschichte des Abtes Marquard I. zeugenden Ausführungen des jugendlichen Redners hatten ein aufmerksames Auditorium, das am Schlüsse des Vertrages lebhaften Beifall zollte. Der Vorsitzende dankte mit herzlichen Worten Herrn Deidert und eröffnete die Besprechung des Vertrages, indem er die Hauptpunkte desselben nochmals hervorhob und einzelne Ausführungen des Redners besprach. Weiter ergriff Herr Regierungsrat Illgner das Wort, um im Anschluß an die Feststellung, daß Abt Marquard die Stadt Fulda befestigt habe, darauf hinzuweisen, daß in Fulda Reste der alten Stadtbefestigung noch gut zu sehen seien. Darauf legte Herr Illgner der Versammlung wiederum mehrere Stücke vor, die der Altertumssammlung des Vereins neu zugegangen

 

 

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