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des Gardegrenadierregiments (getragen bis 1821), der Jäger, der Prinz Friedrich-Dragoner (getragen bis 1806), Offizierskoller der Garde du Corps (1846 bis 1866), der Gardegensdarmen, Dolmans der Gardehusaren (für Offiziere und Mannschaften, 1814—1821 getragen), Offizier- und Mannschaftsröcke der westfälischen Infanterie (5. und 6. Linienregiment), Dolmans der westfälischen Gardehusaren und des 1. und 2. Husarenregiments u. a. befinden. Eine ehrwürdige Reliquie ist der Roquelaure Kurfürst Wilhelm I. Unter den Ausrüstungsstücken nimmt der silberplattierte Vorderküraß, Raupenhelm und Pallasch des Generalkapitäns Dumas de Polard, Kommandeurs der westfälischen Garde du Corps, den ersten Rang ein. Bärenmützen, Tschakos, Zweispitze, Helme, Mützen, Schärpen, Cartouchen, Sabeltaschen, Tornister, Trommeln und Waffen helfen das Bild der Ausrüstung des alten hessischen Militärs vervollständigen.
Trotz des erfreulichen Anfangs, der somit auch für diese Abteilung gemacht ist, bleibt noch viel zu tun, und wir sind für alle Nachweisungen und Angebote dankbar.
Nächst der Abteilung der militärischen Altertümer erfuhr namentlich die der Möbel starken Zuwachs. Vor allem sind die beiden hessischen Renaissancetruhen zu nennen, die Münzenberger des Johann v. Hattstein (1604) und die Leustädter Reyprechts von Büdingen von ca. 1530, die ihr Besitzer, Herr Dr. Grossmann, in der „Hessenkunst“ von 1908 und 1911 veröffentlicht hat. Er hat sich ihrer in seinem oft bewährten Interesse für die Kunst der deutschen Heimat entäußert, deren Pflege sich unser Landesmuseum in erster Linie zur Aufgabe gemacht hat. Die Münzenberger Truhe gehört zu der gleichen Brautausstattung und ist von demselben Meister gefertigt, wie der im vorigen Be-[richt] |
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