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Bald darauf mußte der Vorstand für die Erhaltung eines weiteren Bauwerks eintreten. Ein wohlhabender Hersfelder hat an die Regierung die Bitte gerichtet, ihm das Schloß Friedewald käuflich zu überlassen, das er ausbauen und bewohnen wolle. Die Vernichtung der Eigenart dieses als Wasserburg in Hessen fast einzig dastehenden, mit der Geschichte Hessens aufs innigste verbundenen Schlosses, das alljährlich zahl reiche Freunde hessischer Geschichte und landschaftlicher Schönheit zum Besuche lockt, und seine durch die Verwendung als Wohnung des Kaufliebhabers unvermeidlich eintretende Unzugänglichmachung würden ein außerordentlich schwerer Verlust für unser ge samtes Hessenland sein. Der Vorstand hat deshalb die Kgl. Regierung in einer ausführlichen Eingabe darauf aufmerksam gemacht, wie sehr das Schloß mit der Geschichte Hessens verwachsen sei, und hat dringend gebeten, das Kaufangebot abzulehnen. Hoffentlich hat dieser, übrigens auch vom Verein für Heimatschutz unterstützte Schritt günstigen Erfolg.

Zur Erhaltung der Überreste der Burg Falkenstein trug der Kasseler Zweigverein durch eine gemeinsam mit dem Niederhessischen Touristenverein unternom mene Geldsammlung bei.

Der Zweigverein Marburg benutzte den besonders niedrigen Wasserstand des Sommers 1911, um eine uralte Steinschale aus dem Flußbette der Ohm zu heben und am Ufer aufzustellen, wobei der Gesamtverein einen Teil der Kosten übernahm.

Um den Aufenthalt derjenigen Bickellschen In testaterben , deren Abtretungsurkunden wegen fehler hafter Form erneuert werden müssen, zu ermitteln, wandte sich der Vorstand an einen in Philadelphia wohnhaften Freund unseres Vereins, Herrn Bankbe amten Hosbach . Dieser Herr hat sich der Sache mit großem Eifer angenommen und wir hoffen mit seiner Unterstützung und

seinem Rat zum Ziel zu kommen. Die Ermittelungen werden fortgesetzt. Die Auflassung des Bickellschen Grundstücks an den Käufer hat aber immer noch nicht stattfinden können. Dagegen ist die noch schwebende Frage wegen des zu entrich- [entrichtenden]

 

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