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schaftsprediger [Gesandtschaftsprediger] Oxenstjernas . Dann nahm er die Stelle eines Hauptpastors in Hamburg an, wo er am 26. Oktober 1661 starb. Dem Redner gelang es vorzüglich, den trefflichen Schupp durch seinen lebensvollen, mit herzlichem Humor gewürzten Vortrag den Zuhörern vorzuführen, deren wärmsten Dank der Vorsitzende zum Ausdruck brachte.

 

3. Am 15. Januar 1912 berichtete Herr Generalmajor z. D. Eisentraut über „ Generalleutnant Eitel Philipp von Gilsa und seine Familie“ 1 ). Eitel Philipp Ludwig von Gilsa zu Gilsa wurde am 18. April 1700 auf dem Oberhof zu Gilsa geboren. Nachdem er im 9. Lebensjahre seinen Vater durch den Tod verloren hatte, kam er 2 Jahre später als Edelknabe an den hessen-darmstädtischen Hof, wo er 4 Jahre blieb. Dann trat er als Fähnrich in das hessen-kasselische Infanterieregiment Prinz Georg ein, in dem er bis zum Kapitän aufrückte. Die beim Regierungsantritt Landgraf Friedrichs I. vorgenommene Verminderung des hessischen Truppenbestands hatte Gilsas Verabschiedung zur Folge; er wurde aber nach 3 Jahren seinem Dienstalter entsprechend wieder angestellt. Er nahm nun mit Auszeichnung an den zahl reichen Feldzügen teil, in denen die hessischen Truppen kämpften, bis er 1748 als Regimentskommandeur in die Heimat zurückkehrte. Nach 8 Friedensjahren zog er abermals zu Felde. 1757 zum Generalmajor beför dert, fand er im 7jährigen Kriege reiche Gelegenheit, sich auszuzeichnen. Namentlich die Schlachten von Krefeld und Bergen brachten ihm neuen Kriegsruhm. Ende 1759 führte er, mittlerweile zum Generalleutnant befördert, unter dem Erbprinzen von Braunschweig 15000 Mann verbündeter Truppen dem König Friedrich nach Sachsen zu, was für letzteren von großem Nutzen war und wobei sich Gilsa nicht nur durch seine kriegerische Tüchtigkeit, sondern auch durch seine Offenheit und seinen Freimut das Wohlwollen

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1 ) Der Vortrag ist vollständig abgedruckt im „Hessenland“, Jahrg. 1912,
     Seite 49 ff.

 

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