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des Königs erwarb. Nach dem westlichen Kriegs schauplatze zurückgekehrt, zeichnete sich Gilsa 1762 bei Vellinghausen hervorragend aus. Bis zum letzten Gefechte des Krieges an den Operationen der Alliierten teilnehmend, erlitt Gilsa doch durch die Anstrengungen eines langjährigen Kriegerlebens eine wesentliche Minderung seiner Kräfte und bereits im Jahre 1765 machte ein Schlaganfall seinem ruhmreichen Leben ein Ende. Gilsa war verheiratet mit Sophie von Scholley und hatte 5 Kinder, über deren Schicksale der Vortragende ebenfalls berichtete. Besonders interessant sind die jenigen Georgs von Gilsa , der als Kapitän und Ad jutant seines Vaters bei Vellinghausen einen Arm verlor, dann Jura studierte und als ritterschaftlicher Obereinnehmer starb. — Lebhafter Beifall lohnte die hochinteressanten Ausführungen des Vortragenden.

 

4. Monatsversammlung am 19. Februar 1912. Nach einigen einleitenden Worten des Vorsitzenden verlas der Schriftführer die Erklärung des Gesamt vorstandes gegen die Angriffe des Professors Dr. theol . Weber in Kassel auf Landgraf Philipp den Groß mütigen, die bereits oben Erwähnung gefunden hat. 1 ) Dann sprach Rechnungsdirektor Woringer über „den Zoll zu Kassel 2 )“ Nach einem Hinweis auf die ältesten bekannten Zölle im Kasseler Tale, diejenigen zu Kaufungen und zu Wolfsanger, berichtete der Vortragende über den ältesten Kasseler Wasserzoll und gab hierauf eine Darstellung der Verhältnisse, die zu dem gemeinschaftlichen Beschlusse des Landgrafen und der Stadt Kassel über den Brückenzoll von 1346 führten, der eingehend behandelt wurde. Einer ausführlichen Schilderung der durch das Ungeld von 1376 verursachten Kämpfe der Stadt Kassel mit Landgraf Hermann dem Gelehrten, in denen die Stadt schließlich unterlag, folgten Angaben über den Kampf um die Mündener Stapelgerechtigkeit und den daraus hervorgegangenen Kasseler Stapel, über die Einführung der Akzise und des Lagergeldes, die Versuche Landgraf

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1 ) Siehe Seite 9 dieses Heftes.

2 ) Der Vortrag wird im „Hessenland“ zum Abdruck gelangen.

 

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