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― 111 — ist eine Schöpf- oder Tränkstelle anzunehmen. Mittel pfosten sind nicht mehr nachgewiesen; dagegen zeichnete sich die eine Wand als Holzwand besonders deutlich im Boden ab. Gefunden wurde u. a. eine vollständige Schale und ein Boden- und Wandteil eines größeren Topfes. Becken IX war 1.40 bis 1.60 m tief und hatte an den gegenüberliegenden Seiten des Vierecks 3.05 m und 2.70 m bezw . 2.60 m und 3.20 m Länge. Auch hier konnten Mittelpfosten nicht nachgewiesen werden. Becken X, an der Dornköpfchenschneise am Wege vom Südtor zur grünen Platte gelegen, 1.40 m tief, zeigte die Balkenspuren an allen Seiten noch deutlich. Der Pfosten an der einen Ecke war 20 cm von der Seite entfernt; er ist wohl durch den Erddruck soweit fortgedrückt worden. Im übrigen war auch hier das Bild das normale. Becken VI dem Südtor näher, glich sehr dem Becken X. Hier fanden sich an zwei Seiten noch je ein Mittelpfosten. Die Wände zeichneten sich ab. Die Pfosten hatten 20 cm Durchmesser. Oben lag eine 6 cm starke Brandschicht. In 1.30 m Tiefe lag ein kleiner Topf; das Becken war 1.50 m tief. Die Seiten maßen 4.20 m, 4.20 m, 2.70 m und 3.35 m. Die Untersuchung des größten Beckens V war besonders schwierig, da sich hier im ganzen 21 Pfosten herausschälten, aber von den Wandspuren nur spärliche Reste sichtbar waren. Die Tiefe betrug durchschnittlich 2.50 m bis zum gewachsenen Boden. In einer Tiefe von 2.10 m zeigte sich noch die sichere Spur der Holzwand, die vier Pfosten verbindet. Wie aber die übrigen Pfosten zusammengehören, läßt sich nur sehr schwer sagen, da die Ausgrabungen gezeigt haben, daß die Becken keineswegs regelmäßige Gebilde sind. Wahrscheinlich müssen wir hier zwei Becken annehmen, die vielleicht auch zeitlich getrennt waren.
4. Dornköpfchen. Auf dem Dornköpfchen sind mehrere Versuchs schnitte gelegt, die aber keine Besiedlungsspuren er gaben, sodaß man annehmen muß, daß dieser höchste Punkt der Burg unbesiedelt war. K.
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