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— 119 ― Das Kriegstagebuch des kurhessischen Oberstleutnants Sporleder . 1849. Der Waffenstillstand, der nach den Bestimmungen des am 26. August 1848 in Malmö zwischen Preußen für sich und im Namen des Deutschen Bundes einerseits und Dänemark andererseits abgeschlossenen Vertrags eingetreten war, hatte nicht zum Frieden geführt. Die in London begonnenen Friedens Verhandlungen blieben ergebnislos und Dänemark kündigte am 26. Februar 1849 den Waffenstillstand. Hiernach hatten am 26. März 1849 die Feindseligkeiten wieder zu beginnen. Es galt deshalb zunächst, eine Verstärkung der in Schleswig-Holstein stehenden Bundestruppen zu schaffen, nachdem den Oberbefehl der letzteren der preußische Generalleutnant v. Prittwitz übernommen hatte. Zu diesen vom Reichskriegsministerium in Frankfurt a. M. einberufenen Verstärkungstruppen hatte auch Kurhessen 4 Bataillone, 4 Schwadronen und 10 Geschütze zu stellen. Von diesen traten das 2. Bat. 2. Inf.-Regts ., das Schützenbat ., l Schwadron Kurfürst - Husaren, unter welchem Namen die infolge der Ereignisse der sog. Gardeducorpsnacht in Kassel aufgelöste Gardeducorps dem 2. Husarenregt . angegliedert war, und 3 Schwadronen des 2. Husarenregts ., sowie die 6 Geschütze der 2. Fußbatterie zu einer unter dem Kommando des kurhessischen Generalmajors Spangenberg l ) gebildeten Brigade, der 2. (kombinierten kurhessischen) Brigade der 1. (kombinierten) Division 2 ) der Bundestruppen, welcher Brigade ferner noch ein Bat. Sachsen-Weimar, ein Bat. Sachsen-Altenburg und eine Kompagnie Schaumburg-Lippesche Scharfschützen angehörten. Die erwähnten kurhessischen Truppenteile brachen am 18. und 19. März 1849 aus ihren Garnisonen auf. Ihnen folgten am 16. und 17. April 1849 __________ 1 ) Johann Georg Friedrich Ernst Spangenberg war 1810 kgl. westfälischer 2 ) Die 1. Brigade der 1. Division stellte Bayern, die beiden Brigaden der
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