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― 125 ― und Friedericia wurden jeder durch eine Kompagnie besetzt, die übrigen Truppen wurden in Reserve aufgestellt. Der Oberstleutnant H. 1 ) eilte aufs Schloß, um von dort aus die Gegend zu beobachten. Es erfolgte nichts. Das Rekognitionsdetaschement kehrte bald hiernach zurück; es war gegen 9 Uhr abends. Die Mannschaften bekamen weder Essen noch Ruhe. Die Rekognition hatte zunächst den Weg nach Veile eingeschlagen, sich dann östlich gewendet, war bis vor die Stellung von Gudsöe vorgedrungen und dann auf der Straße von Friedericia hierher zurück, ohne auf den Feind gestoßen zu sein. Kolding, den 8. Juli. Das Bataillon hatte die Nacht teils biwakierend, teils in der Kirche etc. zugebracht. Ich für meine Person hatte es vorgezogen, auf dem Pflaster vor der Kirche auf etwas Stroh zu biwakieren — ich habe nie besser geschlafen. Von 3—4 Uhr morgens stand das Bataillon unterm Gewehr. Nachmittags 4 Uhr große Rekognoszierung unter Major Oetzel auf der Straße nach Friedericia mit der 2. Kompagnie des Schützenbataillons und einer Abteilung Husaren. Wir erfuhren, daß vor wenigen Stunden die Dänen mit 2 Bataillonen Infanterie und mehreren Husaren-Schwadronen sich in der Nähe von Gudsöe gezeigt hätten. Die dänischen Vorposten sahen wir etwa 1 / 2 Stunde vorwärts Gudsöe nach Friedericia hin bei einer hoch und schön gelegenen Kirche 2 ). ___________ 1 ) Der Kommandeur des Schützenbataillons, Oberstleutnant Franz Karl 2 ) Taulov-Kirche, halbwegs Friedericia an der Kolding-Fredericiaer Straße.
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