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und Friedericia wurden jeder durch eine Kompagnie besetzt, die übrigen Truppen wurden in Reserve aufgestellt. Der Oberstleutnant H. 1 ) eilte aufs Schloß, um von dort aus die Gegend zu beobachten. Es erfolgte nichts. Das Rekognitionsdetaschement kehrte bald hiernach zurück; es war gegen 9 Uhr abends. Die Mannschaften bekamen weder Essen noch Ruhe.

Die Rekognition hatte zunächst den Weg nach Veile eingeschlagen, sich dann östlich gewendet, war bis vor die Stellung von Gudsöe vorgedrungen und dann auf der Straße von Friedericia hierher zurück, ohne auf den Feind gestoßen zu sein.

Kolding, den 8. Juli.

Das Bataillon hatte die Nacht teils biwakierend, teils in der Kirche etc. zugebracht. Ich für meine Person hatte es vorgezogen, auf dem Pflaster vor der Kirche auf etwas Stroh zu biwakieren — ich habe nie besser geschlafen. Von 3—4 Uhr morgens stand das Bataillon unterm Gewehr.

Nachmittags 4 Uhr große Rekognoszierung unter Major Oetzel auf der Straße nach Friedericia mit der 2. Kompagnie des Schützenbataillons und einer Abteilung Husaren. Wir erfuhren, daß vor wenigen Stunden die Dänen mit 2 Bataillonen Infanterie und mehreren Husaren-Schwadronen sich in der Nähe von Gudsöe gezeigt hätten. Die dänischen Vorposten sahen wir etwa 1 / 2 Stunde vorwärts Gudsöe nach Friedericia hin bei einer hoch und schön gelegenen Kirche 2 ).

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1 ) Der Kommandeur des Schützenbataillons, Oberstleutnant Franz Karl
     Hillebrand. Er war geboren am 26. 9. 1796 zu Vacha, Sohn des kurhess.
     Kapitäns Johann Konrad Hillebrand. Trat 16. 1. 1812 in die kgl. westfälische
     Militärschule in Braunschweig ein, schied 19. 11. 1813 wieder aus; wurde
     29. 12. 1813 Sekondltnt. im kurhessischen Regt. Landgraf Karl, 24. 5. 1820
     zum Regt. Prinz Solms versetzt, 15.12. 1820 verabschiedet, 31. 5. 1821 als
     Sekondltnt. im 2. Inf.-Regt. wieder angestellt, 12. 4. 1822 Premierltnt.,
     29. 10. 1831 Kapitän, 26. 12. 1832 zum 1. Schützenbataillon versetzt als Chef
     der 2. Komp., 7. 11. 1834 zum Schützenbat, als Chef der 4. Komp.,
     1. 10. 1843 als Major und etatsmäßiger Stabsoffizier zum 2. Inf.-Regt.,
     5. 5. 1845 zum Generalstab, 2. 10. 1846 Ritter des Wilhelmsordens,
     21. 3. 1847 Kommandeur des Schützenbataillons, 30. 9. 1847 mit Patent v.
     3. 10. 1847 Oberstltnt, wurde 1850 vom Offizierkorps der kurhessischen
     Armeedivision nach Wilhelmsbad gesandt, um den Kurfürsten in der Frage des
     Abschiedsgesuchs der Offiziere im Verfassungskampfe zum Nachgeben zu
     bewegen, wurde infolgedessen am 26. 11. 1850 als Offizier von der Armee zur
     Disposition gestellt, 19. 1. 1852 zum interimistischen Kommandanten von
     Schmalkalden ernannt, 1. 12. 1852 von dieser Stelle entbunden und auf
     Wartegeld gestellt, 23. 1. 1853 zum Etappenkommandanten in Hessen-
     Oldendorf ernannt. Starb 21. 2. 1854 auf einer Reise in Rinteln infolge eines
     Schlaganfalls. Er war verheiratet mit Jeanne Elisabeth Sauerwein.

2 ) Taulov-Kirche, halbwegs Friedericia an der Kolding-Fredericiaer Straße.

 

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