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den Magistrat der Stadt Kassel, den Verein für hessische Geschichte und Landeskunde, die Gläßnerschen Sammlungen, Dr. Altmüller, Hoflieferant Cramer, Kammerherrn v. Dörnberg, Antiquar v. Dolsperg, Rentner Falkenberg, Kaufmann Grüner, Frau v. Heathcôte, Archivar Dr. Knetsch, Baron v. d. Malsburg-Escheberg, Friseur Otterbein, Leutnant Riedesel Frhn. zu Eisenbach, Assessor Rosenstock, Professor Schneider, Professor Wagner, Frhrn. Waitz v. Eschen, Kunsthistoriker Wenzel und Rechnungsdirektor Woringer. — Die zweite Abteilung bildete die Grimm-Ausstellung, auch zeitlich veranlaßt durch den 50jährigen Todestag Jakob Grimms, des Begründers der germanischen Philologie und der wissenschaftlichen Volkskunde. Sie bot in erster Linie handschriftliches Material aus dem Besitz der Kasseler Grimmgesellschaft und aus Privatbesitz. Wir sahen hier den Paß der Brüder von ihrer Reise von Hanau nach Kassel, Schulzeugnisse aus der Kasseler Gymnasiastenzeit, ein Mathematikheft Jakobs, seine lateinische Abiturientenrede, Stammbuchblätter der Brüder, Jakobs Marburger Matrikel, Kolleghefte, einen Paß für die Reise nach Paris, die Bestallung als Kriegssekretariatsaccessist (1806), das Bewerbungsschreiben um die zweite Bibliothekarstelle in Kassel (1815), das Verlangen des Oberhofmarschallamtes, dem die Landesbibliothek 1824 unterstellt wurde, nach einer Katalogabschrift (80 Foliobände!), dem sich die Brüder resigniert unterzogen, den Rechenschaftsbericht beim Ausscheiden der Brüder (1829), die Schrift über ihre Entlassung aus der Göttinger Stellung (1838), wie überhaupt zahlreiche Dokumente aus der Göttinger und Berliner Zeit, weiter die zu Lebzeiten der Brüder erschienenen verschiedenen Märchenausgaben, das dem Kurfürsten gewidmete Exemplar der „Deutschen Grammatik“ (1819), des ersten großen Wurfes, der Jakobs wissenschaftlichen Ruf begründete, ein Handexemplar der zweiten Ausgabe (1822), seine „Geschichte der deutschen Sprache“ mit der Widmung an Ernst Moritz Arndt zur Erinnerung an die gemeinsame Tätigkeit in der Paulskirche und mit dem starken Bekenntnis der Heimatliebe im zweiten Bande.

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