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und auch an sich wieder verstümmelten Restes der Anlage, wird man vermutlich nach 1210 zu setzen haben. In einem Teiche ist der Rest einer Einfas sung, vielleicht eines Brunnens, zu erkennen. Eine Bautätigkeit muß nach 1330 stattgefunden haben, nachdem die Zierenberger das Kloster in Brand gesteckt hatten. Hierauf wenigstens läßt die Verpflichtung der Zierenberger schließen, innerhalb 4 Jahren 200 Fuder Zimmerholz anzufahren. Einige architektonische Reste im Museum zu Kassel und in den Dörfern der Umgegend reichen nicht hin, das entschwundene Architekturbild bis zur Klarheit zu ergänzen. Der Vorsitzende brachte mit warmen Worten den Dank der Versammlung zum Ausdruck. Nun wurde das wundebare Landschaftsbild, das sich rings um den Bergkegel lagert, betrachtet, das durch eigenartige Beleuchtung noch besonderen Reiz erhielt. Nach eingenommenem Imbiß wurde beim Abstieg vom Berge noch die hübsche Kirche, die an den Felsen gelehnt erscheint, besich tigt und besonders das darin aufgestellte Grabmal des Erzbischofs Siegfried.

Dann wanderte man eiligen Schrittes nach dem Rittergute Bodenhausen, wo den Ausflüglern Dank dem freundlichen Entgegenkommen des Besitzers, des Freiherrn von Mansbach, gestattet wurde, den Weg durch den ausgedehnten, herrliche uralte Bäume aufweisenden Park des Gutes zu nehmen. Kurz vor Abgang des Eisenbahnzuges traf man dann in Zierenberg ein.

2. Die Schwierigkeit, für eine größere Anzahl Ausflügler unterwegs ausreichende Verpflegung zu schaffen, verzögerte den zweiten Sommerausflug erheblich, bis es endlich durch das freundliche Entgegenkommen des Pfarrer Kempf in Malsfeld gelang, dieses Hindernis zu überwinden und den seit langer Zeit geplanten Ausflug nach Dagobertshausen (Kr. Melsungen) zur Ausführung zu bringen. Am 9. September 1916 trafen dann über 60 Mitglieder und Gäste aus Kassel, Melsungen und Guxhagen in Beiseförth ein, wo die reichliche Bewirtung mit Kaffee und Kuchen die an solche Genüsse nur noch in beschränktem Maße gewohnten Großstädter in Erstaunen setzte. An blumen- [blumengeschmückter]

 

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