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Verlagsbuchhändler W. Niemeyer (Kassel), Stellvertreter: Staatsarchivrat Dr. E. Herzog (Marburg), Kassenführer: Buchhändler K. Degenhardt (Kassel).

Die Gewählten nahmen die Wahl an.

 

4. Ort der Jahreshauptversammlung 1956. Zu diesem Punkt war nur ein Antrag eingegangen. Der Zweigverein Frankenberg hatte rechtzeitig schriftlich den Antrag gestellt, die Jahreshauptversammlung 1956 in Frankenberg stattfinden zu lassen. Hr. Bürgermeister i. R. Dertz lud daraufhin nochmals persönlich ein. Die Einladung wurde ein stimmig angenommen.

 

5. Verschiedenes. Zum Antrag von Hrn. Vogt über die stärkere Einbeziehung numismatischer Fragen wurde festgelegt, daß der engere Vorstand mit ihm Fühlung nehmen soll, um festzustellen, wie er sich die praktische Durchführung seines Antrages vorstelle.

Den Gelnhäuser Antrag zur bibliographischen Erfassung allen Schriftgutes, insbesondere der Zeitungsbestände aus den Kriegsjahren, erläuterte Hr. Frey.

Im Anschluß daran wurde kurz das alte Anliegen des Vereins, nämlich der Fragebogen zur Erfassung aller ehemals oder noch vorhandenen Burg- und Befestigungsanlagen mit Angaben über ihren derzeitigen Erhaltungszustand besprochen. Kurz wurde nochmals auf den Redneraustausch hingewiesen und die Zweigvereine gebeten, Persönlichkeiten nebst Angabe des Themas mitzuteilen, die bereit sind, in den Zweigvereinen nach entsprechender Aufforderung einen Vortrag zu halten.

Hr. Weishaar (Hersfeld) entbot die Grüße des Ehrenvorsitzenden des Hersfelder Geschichtsvereins, Hrn. W. Schoof, für ein gutes Gelingen der Tagung.

Abschließend übernahm der neugewählte Vorsitzende, Hr. v. B o t h , sein neues Amt. Er dankte der Versammlung für das Vertrauen und erklärte, daß er persönlich den Vereins vorsitz nicht ohne Bedenken annehme. Er dankte den ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern für ihre erfolgreiche Arbeit und erklärte:

Hr. Friderici war Hm. Hopfs Nachfolger seit 1950. Der Rücktritt dieses besten Kenners hessischer Geschichte des 19. Jhs. und Erforschers der frühen Kasseler Stadtge schichte, des anregenden witzigen Schilderers kulturhistorischer Zustände (Stadtarchiv Kas sel) ist ein großer Verlust. Sein Hauptverdienst war die Redaktion der ZHG, deren Vielseitigkeit, Lebendigkeit, wissenschaftliches Niveau allgemein anerkannt wird. Dankenswerterweise hat er sich bereit erklärt, die Schriftleitung der Zeitschrift weiter zu behalten. Bei unserem ausgezeichneten persönlichen Verhältnis sind daraus Schwierigkeiten nicht zu befürchten.

Hr. W o r i n g e r , unser hochverdienter, langjähriger Finanzminister, hat die ZHG zu fast 25% finanziert durch seine unermüdliche Annoncen- und Spendenwerbung. Sein Augenleiden zwang ihn leider zum Rücktritt, aber seiner freiwilligen Mitarbeit sind wir sicher.

Bitte erwarten Sie keine programmatische Erklärung: Der neue Vorstand wird wie der alte bemüht sein, in engster Fühlung mit den für die landesgeschichtliche Erschließung zu ständigen Stellen in Marburg, die garantiert wird durch den stellvertr. Vorsitzenden Hrn. Uhlhorn, mit allen Freunden unserer kurhessischen Landesgeschichte in Stadt und Land weiter zusammenzuarbeiten um der Sache willen, für die unser Verein vor 121 Jahren ge gründet worden ist. Voraussetzung für den Erfolg unserer Arbeit ist die aktive, vertrauens volle Mitarbeit aller Zweigvereine mit dem Hauptverein, denn in den Zweigvereinen wird ja die wesentliche Arbeit geleistet! Aufgabe der Zweigvereine ist es auch besonders, die in den letzten 10 Jahren aus ihrer Heimat im Osten vertriebenen Neubürger für die Geschichte ihrer neuen Heimat zu interessieren. Für Anregungen und Kritik sind wir stets dankbar.

 

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