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museen [Nachbarmuseen]. Er bezeichnete im Zusammenhang der Kasseler Diskussion über den endgültigen Standort des eigenen Instituts das neue Hofgeismarer Stadtmuseum als Vorbild. Helmut Burmeister, Museumsleiter und 1. Vorsitzender des Hofgeismarer Zweigvereins des VHG, dankte für die vielfältige Unterstützung der Stadt, des Landkreises Kassel und des Landes Hessen bei der Verwirklichung der von den Planern (neben der Museumsleitung die bauleitende Architektin Petra Wörner) und den Ratgebern (Freiherr D. von Andrian und Dr. U. Reher) erarbeiteten Gesamtkonzeption. In 14 Ausstellungsräumen bietet das Museum derzeit neun seiner elf Schwerpunktsammlungen, die - neben zahlreichen inneren Querverbindungen -die drei großen Themenkreise der "bedeutenden heimischen Künstler" (Theodor Rocholl, Wilhelm Hugues, Rolf Weber), der "Töpferei im Reinhardswaldraum" (Ur- und Frühgeschichte, mittelalterliche und dörfliche Töpferei, Sammlung Rolf Weber) und der "kulturellen Einflüsse auf die Landstadt Hofgeismar" (Garnisonsgeschichte; Bad Hofgeismar; Geschichte der Hugenotten und Waldenser; Jüdische Kultur in Hessen-Kassel) umfassen. Mit dem insgesamt größten Raumangebot bilden die letztgenannten Sammlungen den Schwerpunkt der Ausstellung.

Erst kürzlich hatte das Museum den Nachlaß von Wilhelm Hugues (*1905 1971) er worben. Unter dem Nachlaß befinden sich etwa 800 plastische Werke und Ölgemälde sowie ein umfangreiches graphisches Werk, zu dem u.a. allein hunderte von Notiz- und Skizzenbüchern gehören. Ebenfalls eine Neuerwerbung ist der Nachlaß von Rolf Weber (*1907), der zu den anerkanntesten Kunsttöpfern und Keramikern Deutschlands gehörte. Die über 800 Einzelstücke stammen aus einer Sammlung, die der Künstler in seinen letzten Lebensjahren selbst angelegt hatte, um einen Überblick über sein Schaffen zu geben.

Öffnungszeiten: Mo, Di, Do 10-12 Uhr, Mi 15-18 Uhr, Fr 17-19 Uhr, So 11-13 und 15-18 Uhr

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Verpachtung hessischer Soldaten

Mit dem Versprechen von Dr. Werner Neusel, daß der Verwaltungsrat der Veranstaltungsgesellschaft 200 Jahre Brüder Grimm sich vor der Weitergabe der Ausstellung an andere Orte, etwa nach Wien, abschließend mit den von dem VHG beanstandeten Zeilen einer Ausstellungstafel beschäftigt, scheint ein Ende der Diskussion in Sicht. Vorangegangen waren dieser Entscheidung Schreiben des Vorsitzenden des VHG Dr. Hans-Jürgen Kahlfuß an den hess. Ministerpräsidenten Holger Börner, an den Oberbürgermeister von Kassel Hans Eichel, an den Verfasser der beanstandeten Zeilen Andreas Schwarz, sowie Gutachten von Dr. Erich Hildebrand und Hermann Bettenhäuser.

Aus dem Gutachten von Herrn Dr. Hildebrand seien die Kritikpunkte zitiert, da sie wichtige Informationen zur historischen Bewertung der hessischen Söldner truppen enthalten.

  1. Warum richtet sich Herrn Schwarz' Verdikt nur gegen einen Staat, der solches "blutgeld" annahm, nicht aber gegen den, der im Rahmen eines entsprechenden Vertrages solches anbot? Warum bezieht er also nicht Großbritannien, Frankreich, die Niederlande, Österreich und Preußen u.a. in seine Anklagen ein? Im 18. Jahrhundert gehörten fast alle europäischen Mächte zu denen, die "menschenverkauf vor blutgeld" betrieben! Zumal ist Friedrich der Große zu denen zu zählen, die daraus erheblichen Nutzen zogen - er hätte den Siebenjährigen Krieg ohne die auf seiner Seite kämpfenden deutschen Hilfstruppen, die in britischem Sold seine Westflanke für ihn freihielten, sicherlich nicht überstanden.
  2. Warum macht Herr Schwarz nicht den geringsten Versuch, die vornehmlich im 17. und 18. Jahrhundert abgeschlossenen, damals als staatsrechtlich einwandfrei geltenden und eben allgemein üblichen Subsidienverträge aus den Verhältnissen ihrer Zeit zu erklären und zu begreifen, anstatt Maßstäbe anzulegen und Schlag- [Schlagworte]

 

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