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IN MEMORIAM

 

 

Karl Schmidt

Kurz nach seinem 79. Geburtstag verstarb der Velmeder „Dorfchronist“, wie er genannt wurde, am 23. April 2000. Die Fertigstellung der Chronik Velmeden, für die er 11 mundartliche Beiträge lieferte, hat er leider nicht mehr erleben können.

„Schmidts Karle" war seinem Heimatort geradezu „nostalgisch" verbunden und sammelte alles, was in irgendeiner Form zu den „Altertümern" gehörte. Sein Wohnhaus verwandelte sich mit der Zeit in ein einziges Museum, das er voller Stolz den zahlreichen Besuchern vorführte und in allen Einzelheiten zu erläutern wusste. 1998 erhielt er den „Paul-Dierichs-Preis“, kurze Zeit später den „Ehrenbrief des Landes Hessen“. 1964, ein Jahr nach seiner Gründung, trat er dem ZV Hessisch Lichtenau bei und erwies sich als aktives Mitglied, das die Arbeit des Vereins tatkräftig unterstützte. 1989 erhielt er die Silberne Nadel des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde - er hatte sie wahrlich verdient!

 

Konrad Schwalm

Malermeister wie Karl Schmidt - und echtes „Lichtenauer Kind“! Ein liebenswertes, weit über die Grenzen seiner Heimatstadt bekanntes Original, verstarb im Alter von 86 Jahren. Er hat viele - bleibende - Spuren hinterlassen, sichtbare in vielen Bildern und Gemälden, darunter die großartige Darstellung der Teilnehmer am Marburger Religionsgespräch 1529 mit Kanzler Johann Feige aus Lichtenau, sowie an Arbeiten am alten Rathaus und Gebäuden in der Innenstadt, die Schwalmsche „Passage" im Innenhof seines Wohnhauses eingeschlossen - lesenswertes, erheiternde „Schnurren aus der Heimatstadt“ in Lichtenauer Mundart. Konrad Schwalm, in der Kommunalpolitik tätig, Stadtverordneter und zeitweise stellvertretender Parlamentsvorsteher, gehörte dem ZV Hessisch Lichtenau seit seiner Gründung 1963 an und hat sich bleibende Verdienste für die Arbeit des Geschichtsvereins erworben. Dafür wurde er 1989 mit der Goldenen Ehrennadel des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde geehrt.

Georg Koch

 

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