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Danach wurde auf dem Marktplatz das von Dr. Gert Ellenberger gestiftete Philipps-Denkmal enthüllt. Die besondere Verbundenheit von Dr. Gert Ellenberger zu Homberg gründet darauf, dass einer seiner Vorfahren, Dr. Eckart Ellenberger, ab 1566 als erster Arzt Hombergs tätig war. Das Denkmal gestaltete Prof. Ewald Rumpf aus Remsfeld: es zeigt den Landgrafen in sitzender Pose, bereit zum Aufbruch. Der Künstler orientierte sich bei der Modellierung nur bedingt an zeitgenössischen Vorlagen, da die verschiedenen Darstellungen nur wenige Gemeinsamkeiten aufweisen. Statt dessen versuchte er, Charaktereigenschaften wie Stärke und Zielstrebigkeit, aber auch Güte und Sinnlichkeit durch sein Werk darzustellen. So erinnern zwei Hochzeitsringe beispielsweise daran, dass er zwei Ehefrauen hatte.

Zur Mittagszeit fand in der „Krone“, dem ältesten Gasthaus Nordhessens, ein Empfang statt, zu dem die Stadt Homberg und die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck geladen hatten. Neben Bürgermeister Blau sprachen unter anderem Frau Präses Heinemann von der Ev. Kirche von Kurhessen-Waldeck und Prof. Dr. Karl Dienst von der Ev. Kirche von Hessen und Nassau.

Um 13.30 Uhr begann das Festessen des ZV Hombergs aus Anlass der Veröffentlichung des Buches „Die Homberger Synode von 1526 - die Reform in Hessen“. Die Autoren und die Mitarbeiter, die für die Organisation und die technische Umsetzung des Buches gesorgt hatten, verbrachten im ältesten Haus Hombergs, dem gotischen Haus aus dem Jahre 1424, frohe Stunden und nutzten die Gelegenheit zum gegenseitigen Gedankenaustausch.

Am 22. Oktober hielt Prof. Dr. Hans Schneider aus Marburg um 19 Uhr in der Stadtkirche den Festvortrag über die Homberger Synode und die Reformation in Hessen. Ebenso wie am Vortag war die Kirche voll besetzt. Prof. Schneider betonte, dass die Synode keine Synode im eigentlichen Sinne gewesen sei, sondern eine politische Disputation zur Durchsetzung der Reformation. Prof. Schneider verstand es ausgezeichnet, die Zuhörer in spannender Form in die Ereignisse der Synode von 1526 und die Reformation einzuführen. Im Anschluss an den Vortrag nutzte das Publikum ausgiebig die Möglichkeit zu Fragen und zu Ergänzungen. Die Liedertafel Homberg umrahmte die Veranstaltung musikalisch.

 

 

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