..

33


men der Reihe „Frankenberger Hefte" geklärt worden: Der Maizug geht danach auf alte Grenzauszüge sowie Schützentraditionen des 18. Jahrhunderts zurück, als uniformierte Schüler den repräsentativen, festlichen Auszug der städtischen Bürgerschaft - einer reinen Männergesellschaft - anführten. Die ledergeschürzten „Butzemänner" entwickelten sich aus den „Sappeuren", den Bauhandwerkern in den Grenzzügen.

 


Authentisch schilderten Ludwig Artzt mit der Schulfahne von 1913 (Aufschrift: „Viel Fleiß bringt Preis") sowie die beiden Trommler Gerhard und Kurt Valentin das Sachsenberger Pfingstbrauchtum vor Mitgliedern und Gästen des ZV Frankenberg. (Foto: Völker)

 

Weil dabei auch deutliche Parallelen zum benachbarten Städtchen Sachsenberg („Bozemann") sichtbar wurden, wo 1920 der populäre Brauereibesitzer Adolf Böhle den Pfingstauszug unter dem Titel „Jütz kummen de Trummejungen" beschrieb, lud der ZV Frankenberg die Freunde vom Waldeckischen Geschichtsverein, Bezirksgruppe Lichtenfels, ein, bei einem öffentlichen Vortragsnachmittag im Frankenberger Heimatmuseum über eigene Kindheitserinnerungen als „Trommeljungen" und Schützen beim Sachsenberger „Pfingstmarkt" zu berichten. Nach einem Lichtbildervortrag von Karl-Hermann Völker über die Maizugtradition in Frankenberg


..