„Eine der gravierendsten innerkirchlichen Folgen der Enteignungen von 1803 war die langfristige Ablösung adliger Fürstbischöfe durch die auf spirituelle Leitung konzentrierte ’tridentinischen’ Bischöfe. Den aufgeklärten Fachmann trifft man nur in der ersten Generation nach 1803, danach rekrutierten sich die deutschen katholischen Ponti?zes vor allem aus Handwerkerfamilien“ (Dominik Burkhard, Würzburg), eine Entwicklung, die auch Karl Kardinal Lehmann in seinem Beitrag begrüßte. Die Gegenposition vertrat Hubert Wolf (Münster): Die Bischöfe der alten Reichskirche hätten „souverän der runiösen Alternative von Staatsund Papstknechtschaft“ getrotzt. Quelle: FAZ Nr. 29 vom 4.2.2004 „Schüsse auf die Turmuhr“ Reinhard Bremer 25 Jahre Stadtmuseum Kassel Am 1. Februar 2004 feierte das Stadtmuseum Kassel sein 25jähriges Bestehen: 1978 hatte die Stadtverordnetenversammlung einstimmig beschlossen, ein stadtgeschichtliches Museum zu gründen, am 1. Februar 1979 hatte Herr KarlHermann Wegner seinen Dienst für die Stadt Kassel, den Aufbau und die Leitung dieses Museums wahrzunehmen, angetreten – Daten, deren eine festliche Veranstaltung im Bürgersaal des Rathauses gedachte. Neben den Vertretern aus der damaligen und heutigen Kommunalpolitik, die in ihren Grußund Dankesworten die „Jägerund Sammlerleidenschaft“ KarlHermann Wegners herausstrichen, ist besonders der Festvortrag Dr. Volker Rodekamps, des Direktors der Stadtgeschichtlichen Museen Leipzigs, zu dem Thema: „Aufgaben und Ziel eines Stadtmuseums heute“ zu erwähnen. Die Arbeit der Stadtund Regionalmuseen mache die Kultur der Region sichtbar, der Wandel des Brauchtums und der Lebensweisheiten würden anschaulich; das Sammeln, das Erhalten und das Dokumentieren seien daher die Aufgabe dieser Museen. Der zweite Teil der Festveranstaltung vollzog sich in den Räumen des Stadtmuseums selbst: Die Vorsitzende der „Freunde des Stadtmuseums“ überreichte als Jubiläumsgeschenk zehn akustische „Hörführer“, mit deren Hilfe die Besucher zusätzlich zu den Beschreibungen der Exponate weitere Erläuterungen zu wesentlichen Ausstellungsstücken abrufen können. Mit Imbiss und Umtrunk endete die gut besuchte Veranstaltung. Irmrid Bernert/rbr Jugendbewegungsarchiv gesichert Das Archiv der Deutschen Jugendbewegung auf der Burg Ludwigstein (WerraMeißnerKreis) ist dank der Beteiligung des Landes Hessens dauerhaft gesichert. Mit der Unterstellung des Archivs unter die Sammlungen des Staatsarchivs Marburg wird der bisherige jährliche Zuschuss von 170.000 € dem Archiv weiterhin jährlich zur Verfügung gestellt werden. Dagmar Mehnert