Am 01.04.1972 wurde ich
in Kassel geboren. Nach
dem Abitur im Juli 1991
nahm ich das Studium der
Mittleren und Neuen Ge
schichte, der Alten Ge
schichte und der Deutschen Philologie an der Universität Göttingen auf, das ich im November 1997 mit einer Magisterarbeit über „Die topographische und kommunale Entwicklung der Stadt Kassel von den Anfängen bis ins 14. Jahrhundert“ abschloß. Während eines einjährigen Aufenthalts an der Bowling Green State University in Ohio, USA, 1994/95 vertiefte ich meine philologischen Studien und erlangte den Master of Arts in Literaturwissenschaft. In den ersten zwei Jahren nach dem Studium führten mich verschiedene Praktika und Werkverträge
u.a. an das Stadtmuseum Kassel, das Kunstmuseum Düsseldorf und das Archiv der Kon-rad-Adenauer-Stiftung/St. Augustin. Seit Ende 1999 bearbeite ich am Diplomatischen Apparat der Universität Göttingen eine Dissertation zum Thema „Geistliche Pfründen und Geistliche Steuer. Die Mainzer Archidiakonate Fritzlar und Hofgeismar im Spätmittelalter.“ Das nun zu Ende gehende Philipps-Jahr bot mir die Möglichkeit, als Kurator am Stadtmuseum Kassel meine Forschungsergebnisse zur Kasseler Stadt- und Kirchengeschichte in die Ausstellung „Die Haupt- und Residenzstadt Kassel zur Zeit Landgraf Philipps des Großmütigen“ einzubringen. Wegen meines besonderen Interesses für Themen der Hessischen Landes- und Kirchengeschichte lernte ich bereits im Studium die Arbeit des VHG kennen und profitierte bei meiner Arbeit von den vielfältigen Veröffentlichungen des Vereins. Im Juli 1997 trat ich daher dem ZV Kassel bei.
750 Jahre Ransbach
Mit einer Halbtagsexkursion anlässlich der 750-Jahrfeier in Ransbach eröffnete der ZV Bad Hersfeld sein Frühjahrsprogramm. Bei herrlichen sonnigen Frühlingswetter hatte sich eine große Anzahl von heimatgeschichtlich interessierte Besuchern eingefunden, um mit dem Archäologen Dr. Klaus Sippel im Waldgebiet des Stöckig bei Ransbach nach versteckten mittelalterlichen Siedlungshinterlassenschaften zu suchen.
Zu Beginn wurde am Waldsaum ein kleiner, über viele Meter verlaufender Wall betrachtet. Dieser künstlich aufgeschüttet Wall, so Dr. Sippel, ist kein Römerlager, sondern ein Eichelgarten, der zum Schutz für junge angepflanzte Eichen gegen Wildfraß im 18. oder 19. Jahrhundert angelegt wurde. Des Weitern besichtigten die Teilnehmer mehrere Grenzsteine aus dem 15. und 16. Jahrhundert, die die Ämtergrenzen der Vogtei Creuzberg und die des Amt Landeck markierten.
Die Wanderung setzte sich nun in Rich-tung Franzosenwiese fort. Die sogenannte Franzosenwiese gehörte ehemals zur Ort-
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