Interessiert lauschten die Teilnehmer den Worten Dr. Sippels am Sühnekreuz Schäferstein im Gebiet der Wüstung Moppers (Foto: Waldeck)

schaft Gethsemane und liegt einige Kilometer vom eigentlichen Dorf entfernt. Der heutige Waldbezirk erinnert an die im 17. Jh. in Gethsemane angesiedelten Hugenottenfamilien aus Frankreich. Die Wiese ist bereits im vorigen Jahrhundert mit den heute selten gewordenen Hainbuchen aufgeforstet worden. Die Exkursion führte anschließend in Richtung des verlassenen Dorfes Moppers. Der heutige Waldort Moppers erinnert an eine im späten Mittelalter aufgegebene und verlassene Dorfstelle. Das Dorf Moppers wird erstmals urkundlich 1368 als Moprechtis erwähnt. An der Stätte des Dorfes findet man Siedlungsreste, die sich als kuppige Erderhebungen auf der ehemaligen Dorfstelle abzeichnen und wohl zu Gebäuden oder zu einem Backofen gehörten.

Angeregt durch den zutage tretenden Hüttenlehm, der auf den Erdhügeln zum Vorschein kam, wurde die Dorfstelle nun von einem Exkursionsteilnehmer, dem Wünschelrutengänger Edgar Kohl, mit Ziel möglichst viele Gebäudestandorte zu lokalisieren, begangen. Andere Teilnehmer untersuchten umgefallene Baumwurzeln und fanden einige mittelalterliche Scherben. Die gefundenen

Scherben archiviert Anni Erbe aus Ransbach in der dortigen Heimatstube. Neben Scherben fand sich ein Reitersporn aus Ei-sen. Dieses besondere Fundstück wurde zur Erfassung und weiterer Untersuchung an das Kasseler Landesmuseum weitergeleitet und wird nach der Auswertung zurück nach Ransbach gebracht.

Im Anschluss betrachteten die Geschichtsfreunde die Feldflur der verlassenen Dorfsiedlung, die sich in östlicher Richtung an das ehemalige Dorf anschließt. Diese sehr gut erhaltene mittelalterliche Flur entstand durch eine besondere Pflugtechnik, die die Ackerkrume einseitig in der Mitte zusammenpflügte. Diese Wölbäcker hatten den Vorteil, dass sie die Ackerkrumme gut entwässerten und deshalb vor allem für den Getreideanbau genutzt werden konnten.

Zum Abschluss der archäologischen Exkursion besichtigten die Teilnehmer das weithin bekannte Steinkreuz Schäferstein im Stöckig. Der Stein gilt als Rest eines wohl in alter Zeit aufgestellten Sühnekreuzes. Eine alte Sage berichtet dazu von zwei Schäfern, die auf der Hute des ausgegangenen Dorfes Moppers um ein Stück Brot in Streit gerieten und