Ingrid Waldeck
Gemeinsame Studienfahrt nach Bingen
Zu einer gemeinsamen Studienfahrt auf den Spuren der Heiligen Hildegard von Bingen
feld und der ZV Eschwege am letzten Wochenende im September. Wenngleich nie offiziell heilig gesprochen, so ist Hildegard doch eine der bekanntesten Volksheiligen der christlichen Kirche in Deutschland und eine der bedeutendsten Frauen des deutschen Mittelalters. Ihre Zeitgenossen zog sie ebenso in Bann wie die Menschen, die heute nach Sinn, Orientierung, Ganzheit und Heil suchen.
konnte sie ihr Wirken und Wissen ungehindert verbreiten. Das Kloster erhielt so starken Zulauf, dass sich Hildegard entschloss, auf dem Rupertsberg bei Bingen ein eigenes Kloster zu gründen. Eine weitere Gründung in Eibingen auf der anderen Rheinseite kam hinzu. Hildegard starb hoch betagt am 17.9.1179.
Das erste Ziel der Studienfahrt war die Ruine des Klosters Disibodenberg, die auf einem Bergsporn in der Nähe der Mündung der Glan liegt und schon in keltischer und römischer Zeit von Bedeutung gewesen ist. Dort gründete der heilige Disibod um 640 ein Kloster. Die heutige Eigentümerin des Geländes, Frau von Racknitz, führte engagiert durch die in einem Waldpark versteckten Ruinen des umfangreichen Klostergeländes mit der großen Basilika im Zentrum. Die Führung endete in der erst vor kurzem errichteten neuen Hil-degard-Kapelle am Waldesrand.
früh mit der Gabe des Sehens ausgestattet, kam sie mit 14 Jahren ins Kloster Disibodenberg, wo sie mit 43 Jahren den göttlichen Auftrag erhielt, zu sagen und zu schreiben, was sie sah und hörte. Mit der Beschreibung dieser Erscheinung leitete sie ihre erste visionäre Schrift Sci vias (wisse die Wege) ein. Da sie die offizielle Kirche anerkannte,
Die Teilnehmer an der Exkursion vor dem Schloß Johannesberg/Rheingau (Foto: Waldeck)
Der Rochusberg bei Bingen war das nächste Ziel. Die recht große Kapelle aus dem 17. Jh. war mit den Inventarstücken des nicht mehr vorhandenen Klosters Rupertsberg ausgestattet, von denen nach einem
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