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konnte jeder ZV einen Kostenzuschuss
von 500 Euro bei Ausgabennachweis und
Nichtfinanzierung durch Dritte für das
Programm vor Ort erhalten. Zusätzlich
stellte der Hauptverein Werbematerialien
bereit, die alle einheitlich das bekannte
Porträt Landgraf Philipps in Hofkleidung
aus dem Jahr 1534 zeigten. Über die
einzelnen auf das Jahr verteilten Veranstaltungen
der ZV informierte ein Programmheft,
das bei zwei Pressegesprächen
im Mai und September 2004 in
Kassel vorgestellt wurde.
In Biedenkopf, Homberg, Marburg, Rotenburg,
Schmalkalden, Kaufungen, Kassel
und Witzenhausen wurde in Zusammenarbeit
mit den dortigen ZV zudem
die Wanderausstellung Mit dem Glauben
Staat machen der beiden Hessischen
Landeskirchen im Rahmen ihres Evangelischen
Philippsjahres 2004 gezeigt. Aufbau
und Aufsicht sowie Führungen durch
die Ausstellung wurden von den örtlichen
Kirchengemeinden gemeinsam mit unseren
Vereinsmitgliedern organisiert. Die
Tafelausstellung war vom Hessischen
Staatsarchiv Marburg durch Professor Dr.
Hollenberg inhaltlich erarbeitet und vom
Evangelischen Medienhaus in Frankfurt
umgesetzt worden. Mit ihrer modernen
Bildsprache und der plakativen reich
bebilderten Darstellung richtete sie sich
v.a. an junge Besucher, Schulklassen und
Konfirmandengruppen, die so für die Zeit
der Reformation begeistert werden konnten.
So erhielten die Veranstaltungen in
den einzelnen Zweigvereinsorten eine
weitere Attraktion. Beispielsweise konnten
allein in Homberg/Efze vom 30. März
bis zum 16. April 2004, als die Ausstellung
dort gastierte, ca. 4.000 Besucher
gezählt werden. Für die gelungene Zusammenarbeit
ist v.a. den beiden Geschäftsführern
des Evangelischen Philippsjahres
zu danken, Dr. Dirk Richardt
und Dr. Norbert Stieniczka.
Die über 60 Veranstaltungen und Programmreihen,
die die Zweigvereine während
des Philippsjahres auf die Beine
stellten, können hier nicht alle im einzelnen
beschrieben werden. Eine angemessene
Würdigung würde den Rahmen
dieses Resümees sprengen.
Bereits der erste Vortrag im Philippsjahr
machte das große Besucherinteresse
deutlich. Der Hochzeitssaal in Bad Sooden-
Allendorf, wo Dr. Friedrich Waitz
von Eschen am 22. Januar über die Entwicklung
der Montanindustrie zur Erschließung
neuer Finanzmittel durch
Landgraf Philipp referierte, war bis zum
letzten Platz besetzt. Am 5. März lud der
ZV Frankenberg die Historikerin Tina
Römer, die sich intensiv mit den Testamenten
Philipps befasst hat, zu einem
Vortrag ein. Mit Blick auf die Doppelehe
und die Landesteilung 1567 erklärte die
Referentin, dass Philipp zeitlebens versucht
habe, zwischen den beiden Rollen
zu vermitteln, die sich in seiner Person
verbanden – Vater einer Dynastie und
Oberhaupt eines Fürstentums. Am 21.
März wurde dann auf dem Landgrafenschloss
Biedenkopf mit einem Festakt,
den das Kammerorchester Lahn musikalisch
gestaltete, die genannte Wanderaus
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